
Liam Nolan gewinnt die Abu Dhabi Challenge mit vier Schlägen Vorsprung. Jan Schneider beendet das Turnier als bester Deutscher.
Nolan setzt sich in Al Ain ab
Liam Nolan hat die Abu Dhabi Challenge 2026 gewonnen und damit seinen ersten Titel als Profi geholt. Der 26 Jahre alte Ire ging mit zwei Schlägen Vorsprung in die Schlussrunde und brachte die Führung mit einer 65 ins Clubhaus. Mit 259 Schlägen und 21 unter Par lag er am Ende vier Schläge vor Tapio Pulkkanen aus Finnland.
Nolan spielte Runden von 66, 65, 63 und 65 Schlägen. Besonders am Wochenende legte er die Basis für den Sieg. Seine 63 am Freitag war bogeyfrei und brachte ihn mit zwei Schlägen Vorsprung an die Spitze. Sieben Birdies standen auf seiner Scorekarte. Im Finale ließ er fünf weitere Schläge unter Par folgen.
Vier Birdies auf den ersten neun Löchern
Nolan begann den Finaltag zunächst mit drei Pars. Am kurzen Par 4 der vierten Bahn fiel sein erstes Birdie. Nach einem Par an der Fünf folgten drei Birdies in Serie. Auf der achten Bahn half dabei ein langer Putt. Mit vier unter Par für den Tag ging der Ire auf die zweiten neun Löcher.
Pulkkanen hielt den Abstand zunächst überschaubar. Der Finne kam mit einer 67 ins Clubhaus und beendete das Turnier bei 17 unter Par. Als er auf der zwölften Bahn ein Birdie spielte, verkürzte sich Nolans Vorsprung. Der Spitzenreiter antwortete direkt: Mit einem genauen Eisenschlag bereitete er an der 13 sein nächstes Birdie vor und ging auf 21 unter Par.
Ein Bogey am Wochenende
Erst auf der 16 musste Nolan seinen einzigen Schlagverlust des gesamten Wochenendes hinnehmen. Zu diesem Zeitpunkt hatte er sich jedoch bereits einen ausreichenden Vorsprung erarbeitet. Ein wichtiges Par an der 17 brachte ihn mit vier Schlägen Abstand auf das Schlussloch.
Das Par 5 der 18 erreichte Nolan regulär und beendete seine Woche mit einem Birdie. Danach konnte der Ire gemeinsam mit seinem Caddie Sean den ersten Profisieg feiern. Die beiden kennen sich nach Angaben Nolans seit zwölf Jahren und haben sämtliche Profiturniere des Iren gemeinsam bestritten.
Vom Kampf um Mallorca in die Top 15
Der Sieg verändert Nolans Lage auf der HotelPlanner Tour deutlich. Vor der Abu Dhabi Challenge hatte er auf Rang 43 des Road to Mallorca gestanden und damit vor allem um einen Platz beim Saisonfinale gespielt. Bereits vor der Schlussrunde war klar, dass ein Sieg ihn bis in den Bereich der 15 Aufstiegsplätze bringen würde.
Mit seinem Erfolg verbessert sich Nolan laut Tour auf Rang zwölf. Damit liegt er vor den beiden Turnieren in China und dem Grand Final vorläufig auf einem der Plätze, die am Saisonende eine Spielberechtigung für die DP World Tour bringen. 2026 werden über den Road to Mallorca nur noch 15 Karten vergeben.
Für Nolan ist das eine neue Ausgangslage. Der Ire absolviert seine zweite volle Saison auf der HotelPlanner Tour und hatte vor dieser Woche noch kein Profiturnier gewonnen. In Al Ain spielte er sich nun aus dem Grenzbereich für das Saisonfinale direkt in den Kampf um den Aufstieg.
Pulkkanen festigt seine Position
Auch Tapio Pulkkanen machte in Abu Dhabi einen wichtigen Schritt. Der Finne kam nach Runden von 67, 64, 65 und 67 Schlägen auf 263 Schläge und 17 unter Par. Rang zwei bringt ihn im Road to Mallorca auf Position sechs.
Pulkkanen war bereits mit guten Aussichten auf eine DP World Tour Karte nach Al Ain gekommen. In der Schlussrunde konnte er Nolan jedoch nicht mehr entscheidend unter Druck setzen. Der Finne blieb vier Schläge hinter dem Sieger.
Matteo Cristoni belegte mit 16 unter Par Rang drei. Der Italiener spielte zum Abschluss eine 65. Matthis Besard aus Belgien und der Franzose Bastien Amat teilten bei 15 unter Par den vierten Platz. Beide kamen ebenfalls mit einer 65 ins Clubhaus.
Schneider bester Deutscher
Jan Schneider beendete die Abu Dhabi Challenge als bester Deutscher. Nach Runden von 65, 68, 67 und 67 Schlägen kam er auf 267 Schläge und 13 unter Par. Damit teilte er Rang acht mit Adam Blomme aus Schweden und dem Schotten Calum Fyfe.
Schneider hatte sich bereits am ersten Tag mit seiner 65 in eine gute Position gebracht. Nach drei Runden lag er bei zehn unter Par und sechs Schläge hinter Nolan. Eine 67 am Samstag brachte ihn schließlich in die Top Ten.
Für den Deutschen war es ein konstantes Turnier: Schneider blieb in jeder seiner vier Runden unter Par und benötigte an keinem Tag mehr als 68 Schläge.
Long und Hirmer schaffen den Cut
Hurly Long kam ebenfalls über vier Runden. Der Deutsche spielte 68, 69, 67 und 67 Schläge und erreichte mit 271 Schlägen elf unter Par. Das bedeutete einen geteilten 18. Platz.
Michael Hirmer startete mit einer 64 deutlich weiter vorne. Nach einer 71 am zweiten Tag folgte eine 68, ehe er das Turnier mit einer 69 beendete. Mit acht unter Par belegte er den geteilten 25. Rang.
Anton Albers spielte 68, 70, 69 und 70 Schläge. Sein Gesamtergebnis von drei unter Par bedeutete einen geteilten 48. Platz.
Mehrere Deutsche verpassen das Wochenende
Für Jannik de Bruyn und Linus Lang endete das Turnier nach zwei Runden. Beide kamen mit 139 Schlägen ins Clubhaus. De Bruyn spielte nach einer 73 zum Auftakt eine 66, Lang notierte Runden von 68 und 71.
Philipp Katich kam mit 73 und 68 auf 141 Schläge. Marc Hammer benötigte 145 Schläge, Tim Christensen 147. Alexander Knappe beendete seine beiden Runden mit 149 Schlägen.
Damit erreichten vier Deutsche das Wochenende: Schneider, Long, Hirmer und Albers.
Rusch fällt am Finaltag zurück
Benjamin Rusch ging aus Schweizer Sicht mit guten Chancen in die Schlussrunde. Nach Runden von 68, 65 und 66 Schlägen lag er bei elf unter Par. Nach zwei Tagen hatte er bereits den geteilten sechsten Rang belegt und sich mit einer 65 weit nach vorne gearbeitet.
Am Finaltag kam Rusch jedoch nicht mehr an seine Ergebnisse der beiden vorherigen Runden heran. Eine 69 brachte ihn auf zwölf unter Par und 268 Schläge. Damit teilte er Rang zehn unter anderem mit Haydn Barron aus Australien und Victor Sidal Svendsen aus Dänemark.
Cedric Gugler beendete das Turnier mit fünf unter Par auf dem geteilten 48. Platz. Ronan Kleu und Jeremy Freiburghaus verpassten den Cut.
Nemecz bleibt bei drei über Par
Für Österreich war Lukas Nemecz der einzige Spieler im Feld. Er schaffte mit Runden von 71 und 66 Schlägen den Sprung ins Wochenende.
Eine 73 am dritten und eine weitere 73 am letzten Tag ließen ihn jedoch zurückfallen. Nemecz beendete die Abu Dhabi Challenge mit 283 Schlägen und drei über Par auf Rang 57.
Nächste Station: China
Mit der Abu Dhabi Challenge endete der Abschnitt vor dem Final Swing der HotelPlanner Tour. Nun stehen zwei Turniere in China auf dem Programm. Vom 8. bis 11. Oktober folgt zunächst die Hainan Open im Sanya Luhuitou Golf Club. Eine Woche später wird die Hangzhou Open gespielt.
Bei beiden Turnieren stehen jeweils 2.750 Punkte für den Road to Mallorca zur Verfügung. Dadurch können sich die Positionen vor dem Saisonfinale noch deutlich verändern.
Das Grand Final folgt vom 29. Oktober bis 1. November im Club de Golf Alcanada auf Mallorca. Dort werden 4.000 Ranking-Punkte verteilt. Nach dem Finale erhalten die besten 15 Spieler des Road to Mallorca die Spielberechtigung für die DP World Tour.
Nolan reist nach seinem Sieg in Al Ain nun als Zwölfter des Rankings nach China. Pulkkanen steht auf Rang sechs. An der Spitze bleibt der Schwede Christofer Blomstrand vor dem Südafrikaner Mj Daffue.
Nolan nutzt seine Chance vor dem Final Swing
Für Nolan kam der erste Profisieg zu einem wichtigen Zeitpunkt der Saison. Noch vor dem Turnier gehörte der Kampf um einen Platz unter den besten 45 und damit um den Start beim Grand Final zu seinen zentralen Aufgaben.
Vier Runden später hat sich die Situation verändert. Mit 21 unter Par, einem nahezu fehlerfreien Wochenende und seinem ersten Titel hat sich der Ire vor den letzten drei Turnieren der Saison in die Gruppe der Anwärter auf eine der 15 DP World Tour Karten gespielt.
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