Page 17 - GnS424
P. 17

Vor einem Jahr entdeckte Jannik seine Liebe für Kaffee und Kaffeemaschinen
                                                      3XDRY® COOLER
         lingssport gefunden. Wichtig war seinen Eltern nur, dass Jannik, als es in der elften Klasse in den Nationalkader ging, trotzdem sein Abi- tur macht. „Für mich war nach der Schule damals dann schon klar, dass ich dann versuchen würde, Profi zu werden.“ Zu diesem Ziel hat- te auch das Wunder von Medinah – der Ryder Cup 2012 in den USA
beigetragen. „Der Ryder Cup in Medinah – das war so unglaub- lich geil damals“ sagt Jannik, der damals mit fast 13 Jahren genau wie seine ältere Schwes- ter extra länger wach bleiben durfte. „Das hat mich damals wirklich komplett geflasht“, meint der heutige Tourspieler und schwelgt in Erinnerung an die unglaubliche Aufholjagd von Team Europe. „Danach war auch meinem Vater bewusst, dass es eher in Richtung Golf gehen wird bei mir.“ Auch des- halb zählten neben Tiger Woods Spieler wie Henrik Sten- son, Justin Rose und Martin Kaymer zu Janniks größten Vor- bildern. Nach dem Abi hatte er dann eigentlich schon einem US-College zugesagt, doch dann kam Corona. Kurzerhand entschloss sich der Mönchen- gladbacher dazu, mit zwei sei- ner guten Freunde, Nick Ba- chem (spielt auch auf der DP
World Tour) und Marc Hammer (Spieler auf der Challenge Tour), eine WG zu gründen. „Das war eine witzige Idee damals. Ein wenig chao- tisch, aber witzig.“ Mittlerweile lebt Jannik in einer eigenen Woh- nung. Die Freundschaft mit Marc Hammer und Nick Bachem aber ist geblieben, auch wenn nicht mehr alle auf derselben Tour spielen. Über die Pro Golf Tour, die Challenge Tour und die Qualifying School hat sich Jannik mittlerweile zur DP World Tour hochgekämpft, wo er nach seinen Ergebnissen zuletzt auf einem guten Weg ist, sich auf für das kommende Jahr die Tourkarte zu erspielen.
WIE GEHT ES WEITER?
Das nächste Event, das Jannik plant, zu spielen, ist das Czech Mas- ters Mitte August. In Europa – da, wo er es am liebsten mag. „Ich hasse es, zu reisen. Vor Ort ist dann alles schön, aber der Reisepro- zess ist nicht meins. Wenn wir in Europa spielen und die Wege nicht mehr so lang sind, fühle ich mich immer deutlich wohler. Gefühlt habe ich auch, seitdem wir in Europa zocken, angefangen, gutes Golf zu spielen. Da gibt es auf jeden Fall eine Korrelation“, sagt er und versichert trotz der guten Form, bislang nicht daran gedacht zu haben, wann es so weit sein könnte mit dem ersten Sieg. "Natürlich stellt man sich mal vor, wie geil es wäre, zu gewinnen. Das ist ja auch ein Traum. Aber dass ich jetzt sage: ‚In ein paar Wochen schnuppere ich mal am Sieg‘, das habe ich nicht." Sein Ziel bleibt stattdessen die Weiterentwicklung – sowohl auf dem Golfplatz als auch abseits davon. So wie man es vom charismatischen, reflektier- ten Jannik de Bruyn gewohnt ist. <<JAL
                                                                                                         



























































































   15   16   17   18   19