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golf jannik de bruyn
Lefty“ (Anlehnung an Phil Mickelson, da Jannik auch Linkshänder ist), schafft es, seinen Beruf und seine Leidenschaft zu genießen – selbst dann, wenn eine Runde oder ein Turnier mal nicht nach Plan verläuft. „Wenn man gut spielt, ist es natürlich einfach, mit
kopft, habe wenig gute Ergebnisse geliefert und seitdem wir zusam- menarbeiten, geht es sowohl in der Konstanz als auch in der Qualität nach oben.“ Denn Jannik versteht, dass es ein Privileg ist, sein Hobby
einem Lächeln über den Platz zu laufen. Mir gelingt
das in letzter Zeit aber auch immer besser, wenn es
nicht so gut läuft“, sagt Jannik von sich selbst. Doch
wie? „Weil man sich natürlich immer weiterentwickelt,
auch durch die Erfahrungen, die man macht“, sagt er.
„Ich hatte auch Phasen, wo ich einfach das Golfergeb-
nis nicht von meiner Person trennen konnte. Im Endef-
fekt definiert man sich ja auch viel über seine Leiden-
schaften und Golf nimmt nun mal einen großen
Stellenwert in meinem Leben ein.“ Deshalb hilft ihm
seit genau einem Jahr auch sein Inner-Performance-
Coach Chris Hamilton im Umgang mit mentalen As-
pekten, Emotionen, aber auch dem generellen Le-
bensstil. „Chris hat mir ein Stück weit die Augen
geöffnet, sagt Jannik. „Er hat mir geholfen, sowohl mein Leben gene- rell als auch das Golfen, das ja auch ein großer Teil meines Lebens ist, deutlich entspannter, deutlich positiver zu sehen. Seit ich mit ihm
zusammenarbeite, fühlt sich alles deutlich leichter an. Vorher war ich oft sehr ver-
zum Beruf machen zu können. „All die Zeit, die ich in mei- nen Beruf investiere, investiere ich ja praktisch in mich. Egal, ob ich ins Gym gehe, ob ich auf der Range trainiere oder auch mental: Ich arbeite daran, immer besser zu werden. Das ist das Schönste daran, Golfprofi zu sein und auch das hat mir sehr in der Charakterentwicklung geholfen. Zu Herzen genommen, hat sich Jannik auch eine Weisheit seines Trainers Thomas Gögele, selbst ehe- mals Tourpro, der ihm mit auf den Weg gab: „Als Golf- profi musst du immer darauf schauen, was du gewonnen hast. Sei es jetzt das Preisgeld oder die Punkte im Saison- ranking oder die Erfahrung. Niemals darf man auf das schauen, was man verloren hat.“
JANNIKS WEG
Und auch wenn der 1,93 Meter große Jannik de Bruyn noch auf seinen ersten Sieg bei einer der höchsten Touren wartet, so hat er in seiner Karriere schon so einiges gewonnen. Angefangen mit der Liebe zum Golfsport. Anders als in den meisten Fällen kam Jannik nicht durch seine Familie, sondern seine Familie durch ihn in Kontakt damit. „Ich war eigentlich im Fußball unterwegs, bis ich elf war und Golf irgendwie im Fernsehen gesehen habe. Da wusste ich, das will ich ausprobieren, und bin meinem Vater dann so lange auf die Nerven gegangen, bis er mich zum nahegelegenen Golfclub Schloss Myllendonk in Mönchen- gladbach gebracht hat“, erzählt Jannik von seinen Anfängen im Golf. Relativ schnell hat es so Klick gemacht und er hatte seinen neuen Lieb-
Janniks Wahl-Vierer: Jürgen Klopp, Tho- mas Müller & Tiger Woods
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JANNIKS QUICK FIRE
Lieblingsschlag?
100-Meter-Wedgeschlag, Draw
Lieblingsschläger?
58°-Wedge ("100 Meter kommt damit aber nur Nick Bachem weit")
Lieblingsturnier?
BMW International Open & Masters
Vierer deiner Wahl?
Jürgen Klopp, Thomas Müller & Tiger Woods ("Würde auch Rory McIlroy neh- men, aber der lässt mich 20 Meter kurz und das würde mich deprimieren.")
Links Course oder Parkland Course?
100 % Parkland Course
Ryder Cup oder Major gewinnen?
Ryder Cup
Masters, U.S. Open, PGA Championship oder The Open?
Masters
Welcher Deutsche gewinnt als Nächstes auf der Tour?
Yannik Paul

