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Mit Flutlicht beleuchteter Golfplatz

Mit Flutlicht beim Nordlicht

Markus Salzmann und seine Golfmannschaft vom Golf & Country Club Brunstorf nutzten ein Herbstwochenende für einen Ausflug zum „BIG APPLE”, dem angenehm eigenwilligen 18-Loch-Platz auf Gut Apeldör bei Heide.

Es ist Ende Oktober, die Saison neigt sich dem Ende zu und wir machen mit der Golfmannschaft eine Ausfahrt nach Norddeutschland. Da wäre schlechtes Wetter natürlich typisch. Doch wir geben uns optimistisch: Wir hatten in diesem Jahr schon so viel Glück mit dem Sommer, das hält jetzt bestimmt noch ein bisschen. Und tatsächlich: Für unseren dreitägigen Ausflug zum Golfhotel Gut Apeldör erwischen wir ein herrliches Herbstwochenende. Gut anderthalb Autostunden nördlich von Hamburg und etwa eine Stunde südlich der dänischen Grenze liegt das Golfresort nahe der Stadt Heide. Der interessante 18-Loch- und der anspruchsvolle 9-Loch-Platz wurden hier vor gut 22 Jahren in einer sehr hübschen, gewachsenen Geestlandschaft angelegt. Wer die Nordsee mag, ist hier genau richtig! Man riecht förmlich das nahe Meer, das nur 30 Kilometer entfernt seine Wellen in den Büsumer Hafen drückt.

Markus Salzmann und seine Golfmannschaft auf der Terrasse von Gut Apeldör
Foto: Gut Apeldör

After-Dinner-Golf

Wir starten an einem Freitag. Ein Teil der Mannschaft konnte es kaum erwarten und ist bereits am frühen Morgen angereist. Nach dem Einchecken ging es direkt auf die erste 18-Loch-Runde – Warm-up für ein entspanntes Wochenende unter Golffreunden. Nachdem sich der Rest des Teams über den Nachmittag verteilt eingefunden und eingecheckt hat, treffen wir uns alle zum Essen im Herzstück des Resorts. Das Hotelrestaurant ist im Stil eines gutbürgerlichen Landgasthofes gestaltet. Hier schmeckt man die Qualität der Zutaten, die direkt bei den umliegenden Bauernhöfen eingekauft werden. Und was die Köche dann in ihrer Gutshofküche daraus machen, ist einfach spitze! Wir haben das „Herbstpaket” gebucht und dürfen bei unserem 3-Gänge-Menü zwischen Rinderfilet und Spaghetti di Mare wählen. Beides ist auf den Punkt, einfach superlecker. Ein perfekter Einstieg! Draußen ist es schon dunkel und wir sind bereit für unsere erste Wochenend-Challenge: Golfen bei Flutlicht. Das Golfresort Gut Apeldör verfügt über eine 9-Mast-Flutlichtanlage auf den nebeneinander liegenden Bahnen 10 und 18. Das Team wird mit grünen, blauen sowie roten Leuchtbällen ausgestattet und dann geht es los. Von unserer Begeisterung und unserem Tatendrang angesteckt, haben sich sogar spontan noch andere Gäste der abendlichen Golf-Session angeschlossen. Ein Riesenspaß – und aus den geplanten zwei Runden (à zwei Löcher) werden schließlich vier. Das schreit nach Wiederholung! Da es zum Abend natürlich etwas kühler wird, empfinden wir es als dringend notwendig, uns nach dem Golfen ordentlich von innen aufzuwärmen.

Neon Golfball in Hole
Foto: Markus Salzmann

Der „Big Apple“ – Ein Platz mit Charakter

Das hat zur Folge, dass es am nächsten Morgen gefühlt viel zu früh hell wird. Die sehr behaglichen und freundlichen Zimmer laden zwar zum Liegenbleiben ein, aber vom Teamgeist getrieben, ist das für keinen von uns eine Option. Nach einem reichhaltigen Frühstück geht es zum Einspielen auf die Range und dann durch ein kleines Wäldchen zur Abschlaghütte von Loch 1 auf die erste Runde des Tages. Der „Big 9” ist ein hübscher, aber herausfordernder 9-Loch Platz, der seinem Namen alle Ehre macht. Für diese 9 Löcher hatte der kanadische Golfplatz-Architekt David Krause sehr viel Platz zur Ver-fügung – und den nutzte er auch. Schon auf diesem Course offenbaren sich die wesentlichen Charakterzüge der gesamten Anlage: viel Wasser (90.000 m² Wasserflächen!) und anspruchsvolle, teilweise sehr große Grüns. Am Nachmittag geht es dann auf die große Bahn, den „BIG APPLE”. Ein wirklich schöner Platz mit sehr vielen Bunkern und ungewöhnlich welligen Fairways. Die Bahn 3 wirkt wie ein langgezogenes Wellenmeer, bei dem jeder Greenkeeper auf seinem Mäher wahrscheinlich seekrank wird. Alle Grüns haben etwas Besonderes – entweder sind sie ungewöhnlich lang oder sie sind so onduliert, dass die Puttlinie eher einer Schlangenlinie gleicht. Trotz seines eigenwilligen Charakters ist der Platz sehr fair. Einige Bahnen werden uns sich- erlich im im Gedächtnis bleiben. Zum Beispiel die Bahn 8: Ein Par 3, dessen Grün fast wie ein Inselgrün wirkt und bei dem scheinbar mehr Bälle als Fische im Wasser schwimmen. Oder die Bahn 11 (Par 5), ein Dogleg rechts mit einem Wasserhindernis, das mindestens zweimal ins Spiel kommt, mit einem toll gelegenen Grünplateau am Ende. Nach der Runde beschließen wir den Tag mit einem Besuch im Saunabereich, einem köstlichen Abendessen und einer sehr launigen Siegerehrung für die Tageswertung. Danach sitzen wir noch eine Weile in einem der kuschelig-warmen Kaminräume beisammen. Für eine weitere Flutlicht-Runde sind wir heute alle zu erschöpft.

Weinglas mit Gute Apeldör Gravur
Foto: Roland Trommer

Tag 3: Versöhnung mit dem Course

Der nächste Morgen beginnt mit einer Überraschung: Unser geplanter Start zur zweiten Runde auf dem „BIG APPLE” muss wegen Nachtfrost um eine Stunde verschoben werden. Dann ist endlich die Sonne zur Stelle und die heizt den Grüns in kürzester Zeit mächtig ein. Für das Warten werden wir mit einer erfolgreichen Runde belohnt: Im zweiten Anlauf können wir uns alle besser auf die etwas speziellen Grüns einstellen. Am frühen Sonntagnachmittag treffen sich unsere Flights wieder im Clubhaus und genießen gemeinsam bei frisch gebackenem Kuchen die letzte Siegerehrung für unseren mannschaftsinternen Wanderpokal. So geht ein tolles Wochenende zu Ende, für das wir Dieter Worms und seinem Service-Team sehr dankbar sind. Selten erlebt man eine so zuvorkommende Herzlichkeit und ernst gemeinte Freundlichkeit! Das Team auf Gut Apeldör scheint verinnerlicht zu haben, dass die Gäste kommen, weil sie Spaß haben wollen und den Aufenthalt ohne Einschränkungen genießen möchten. Das ist auf jeden Fall ein weiterer Grund, weshalb wir in absehbarer Zeit wiederkommen werden!