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Leere Plätze, Ryder Cup Logo

Emotionale Momente beim Ryder Cup – auch ohne Zuschauer?

Der Ryder Cup hat in seiner Geschichte viele denkwürdige Momente erlebt. Geprägt wurden diese vor allem durch die Emotionen der Spieler und der Fans. Durch die Corona-Pandemie könnte es nun erstmals zu einem „Geister-Ryder Cup“ kommen. Doch wie würde so ein Schlagabtausch ohne Zuschauer eigentlich aussehen?

Man stelle sich folgende Ausgangslage vor: Es ist Ryder Cup-Sonntag, der 27. September, und zwischen den USA und Team Europa steht es 13 zu 13. So eng war es in den letzten Jahren lange nicht mehr. Nur noch zwei Einzelpartien sind unterwegs und können Punkte für ihre Nationen einfahren. Das vorletzte Match-Up heißt Brooks Koepka gegen John Rahm und der Spanier liegt nach dem 16. Loch 1 auf. Doch dann gelingt Kopeka ein Chip in an der 17 und bringt sich und die US-Amerikaner zurück ins Spiel.

UPDATE 22.04.2020

Momentan überprüft die PGA of America, ob der Ryder Cup 2020 ohne Zuschauer ausgetragen werden kann. Somit würde es an dem Wochenende vom 25. bis 27. September zu einem Geister-Ryder Cup kommen. Da besonders die Emotionen und Fans den Ryder Cup zu einem Golf-Highlight machen, wird überlegt, wie zumindest ein virtuelles Fan-Erlebnis geschaffen werden könne, sagt PGA-Chef Seth Waugh. Noch stehe es nicht fest, ob es tatsächlich zu einem Geisterspiel kommen werde.
Nicht nur in der Golf’n’Style Community auf Facebook und Instagram ist die Frage, ob ein Verschieben des Ryder Cups auf das Jahr 2021 oder ein Geister-Ryder Cup 2020, stark umstritten. Auch Europa Teamkapitän Padraig Harrington positioniert sich gegen einen Geister-Ryder Cup 2020: „Niemand möchte, dass der Ryder Cup gespielt wird, ohne dass die Fans da sind. Es besteht kein Zweifel, dass sie das Turnier viel besser machen. Nicht-Golfer und Golfer auf der ganzen Welt schauen sich den Ryder Cup an, weil die Zuschauer Spannung erzeugen.“

Der Normalfall: Brooks Koepka ballt die Faust, die Fan-Menge tobt. Nach der doch sehr deutlichen Niederlage 2018 (17 ½ zu 10 ½), brennen die US-Fans auf einen Sieg – und das auf heimischem Boden? Umso besser! Laute U – S – A-Rufe hallen über den Golfplatz. Koepka schaut rüber zu Rahm, der mit sich hadert und wild gestikuliert. Die Masse an Zuschauern teilt sich derweil auf, eine Hälfte begleitet den Flight KOPEKA/RAHM zum Abschlag der 18, die andere Hälfte wartet auf die letzten beiden Spieler am Grün der 17.

 

Der Geister-Ryder Cup Fall: Koepka locht einen Schlag von außerhalb des Grüns und hebt die Faust, ruft kurz „COME ON“.  Auch sein Caddie freut sich. Die amerikanischen Spieler, die schon durch sind, werden im Fernsehen eingeblendet wie sie sich abklatschen. Kein Jubel, kein Applaus – es herrscht absolute Stille. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man auch denken, hier spielen ein paar sehr talentierte Spieler eine Runde Golf und der Gewinner gibt dem anderen am Ende ein Bier auf der Clubterrasse aus. Das Einzige das gleich bleibt: ein mit sich hadernder John Rahm, der jetzt allerdings mutterseelenallein zum Abschlag an der 18 schlendert.

 

Die Frage aller Fragen also lautet: Sollte der Ryder Cup vielleicht um ein Jahr verschoben werden? Schließlich lebt der umkämpfte Schlagabtausch zwischen den USA und Europa ja nun mal von den Emotionen der Fans, die dann die Spieler zusätzlich anstacheln. Geht es nach all denen, die als Zuschauer live in Wisconsin dabei sein wollen, heißt die Antwort mit Sicherheit „ja“. Mehr als 99 % aller Golf-Fans, die seit Herbst 2018 auf dieses Turnier warten, werden den Ryder Cup allerdings ohnehin vor dem Fernseher verbringen. Für die wäre ein Geister-Ryder Cup also gar nicht so dramatisch. Und vielleicht ergeben sich dadurch ja ganz neue Ryder Cup-Angewohnheiten. Ryder Cup Partys im Stile eines privaten Public Viewings, wie man es sonst bei einer Fußball-WM in den eigenen vier Wänden macht. Natürlich nur mit Social Distancing – das ist klar! Aber wer weiß schon welche Vorgaben es zum sozialen Umgang im September geben wird.