
David Puig will 2027 offenbar nicht mehr bei LIV Golf spielen. Der 24-jährige Spanier plant stattdessen mit der DP World Tour. Gleichzeitig formieren sich LIV-Spieler für die Verhandlungen über das neue Geschäftsmodell.
David Puig hat bei der Open de España in Madrid seine Zukunftspläne konkretisiert. Der Spanier erklärte nach seiner ersten Runde, dass er sich 2027 nicht bei LIV Golf 2.0 spielen sehe. Stattdessen will er seinen Schwerpunkt auf die DP World Tour legen.
Damit folgt Puig wenige Tage nach Jon Rahm einem weiteren prominenten Landsmann, der das geplante neue LIV-Modell ablehnt. Rahms Anwalt hatte am 7. Oktober erklärt, dass die vorgeschlagenen Bedingungen für ihn nicht akzeptabel seien. Seine bestehende Vertragslage ist allerdings noch nicht abschließend geklärt.
David Puig setzt auf Europa
Puig ist 24 Jahre alt und spielte zuletzt für Fireballs GC. Durch seine Ergebnisse auf der DP World Tour besitzt er dort bereits eine sportliche Perspektive für 2027. Seine Entscheidung trifft LIV in einer sensiblen Phase. Die Liga befindet sich im Chapter-11-Verfahren und soll mit Hilfe des Finanzinvestors BC Partners neu aufgestellt werden. Für 2027 ist ein verkleinerter Kalender mit zehn Turnieren vorgesehen. Bis zum 25. Oktober sollen sich die bisherigen LIV-Spieler entscheiden, ob sie beim neuen Modell mitmachen. Die Frist wurde zuletzt noch einmal verlängert.
Spieler wollen gemeinsam verhandeln
Parallel dazu organisieren sich die Profis offenbar stärker. Nach Informationen der Financial Times arbeiten Anwälte um Bryson DeChambeau an einem eigenen Spieler-Gremium. Dieses soll die Interessen der Profis bei den Verhandlungen über Verträge, Beteiligungen und die künftige Struktur von LIV vertreten. Der Hintergrund: Im neuen Modell sollen die Spieler künftig eine Mehrheitsbeteiligung an LIV erhalten. Hinzu kommen neue Signing-Boni sowie Rechte an Name, Bild und Vermarktung.
BC Partners braucht die Spieler
BC Partners plant, bis zu 300 Millionen US-Dollar in die neue Struktur zu investieren. Eine erste Finanzierung in Höhe von vier Millionen Dollar wurde bereits zugesagt. Entscheidend bleibt jedoch, welche Spieler tatsächlich unterschreiben. Die ursprünglich vorgesehenen Mindestquoten für Spielerzusagen wurden in den jüngsten Unterlagen entfernt. Das verschafft LIV mehr Spielraum, zeigt aber zugleich, wie schwierig die Verhandlungen derzeit sind.
Auch Sergio Garcia hat seine Zukunft noch nicht endgültig entschieden. Er erklärte in Madrid, dass er die Entscheidungen von Rahm und Puig respektiere und seine eigene Entscheidung innerhalb der kommenden zwei Wochen bekannt geben wolle. Für LIV Golf beginnt damit eine entscheidende Phase. Der Finanzierungsplan steht, das neue Modell ist skizziert. Bis zum 25. Oktober muss sich zeigen, wie viele der bisherigen Spieler bereit sind, diesen Neustart mitzutragen.
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