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Fotos: Terras da Comporta, Jame Hogg
Ein Platz mit
Anspruch und
Ausblick
GRÜNS MIT CHARAKTER
Ein gestalterisches Merkmal, auf das laut
Nemes besonders viel Wert gelegt wurde,
sind die Grüns. Im Vergleich zum benachbar-
ten Dunas Course fallen sie deutlich kleiner
aus, sind jedoch fein modelliert und bieten
durch subtile Neigungen viel spielerische
Raffinesse. Es geht nicht um spektakuläre
Wellen oder Extreme, sondern um die Her-
ausforderung im Detail. Schon die ersten
Bahnen setzen Akzente – etwa das eröffnen-
de Par-4 mit leichtem Gefälle, das präzise An-
näherungen über schützende Pinien erfor-
dert. Besonders eindrucksvoll zeigt sich der
Platz aber ab der zweiten Hälfte der Front
Nine. Loch 9 – ein leicht bergab verlaufendes
Par-5 – ist für Nemes ein Beispiel für gelunge-
nes Platzdesign: gut eingebettet, mit mehre-
ren Spieloptionen und einem Blick auf das zu-
künftige Clubhaus. Auch Loch 11, ein Par-5 mit
geteiltem Fairway, und das anspruchsvolle
Par-4 der zwölften Bahn zählen zu den ge-
stalterischen Höhepunkten. Die letzten Lö-
cher seien bewusst so gestaltet worden, dass
sie nicht nur spielerisch fordern, sondern den
Spieler mit einem positiven Gesamteindruck
verabschieden.
UNTERSCHIEDE ZUM
DUNAS COURSE
Anders als beim Dunas Course, der mit Fescue-
Gras vor allem auf schnelle Bodenverhältnisse
setzt, wurde Torre mit Bermuda-Fairways und
-Tees sowie Bent-Grüns angelegt. Das Ziel war
es, eine festere Spieloberfläche zu schaffen –
ohne die Bahn zur Zielscheibe für reines Tar-
get-Golf zu machen. Vielmehr sollen lange,
rollende Drives ebenso möglich sein wie präzi-
se Annäherungsschläge. Mit 39 Bunkern auf
18 Bahnen ist die Anlage sparsam, aber ef-
fektiv verteidigt. Die sandigen Waste-Areas
neben den Fairways ersetzen klassische Hin-
dernisse und fördern ein strategisches Spiel.
Gleichzeitig bleibt der Platz fair – auch durch
die sechs verschiedenen Abschläge, die
Spielbahnen mit Längen zwischen 4.200 und
über 7.300 Yards ermöglichen. So bleibt der Torre Course für Golferin-
nen und Golfer aller Spielstärken zugänglich. Obwohl der Platz nicht
direkt an der Küste liegt, bietet die Anlage von erhöhten Punkten wie
dem 12. Grün dennoch weite Blicke auf den Atlantik. Die leicht erhöhte
Lage, das Licht und die durchdachte Bahnenführung sorgen für ein
durchweg abwechslungsreiches Spielerlebnis.
EIN PLATZ FÜR WIEDERHOLER
Die Mischung aus sportlicher Herausforderung und Spielfreude,
aus strategischer Raffinesse und landschaftlicher Einbettung
scheint gelungen. Wer hier spielt, wird den Torre Course kaum als
„abgehakt“ empfinden – vielmehr entsteht der Wunsch, ihn erneut
zu erleben. <<MAL
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