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LINKS GOLF COURSE
Der zweite Meisterschaftsplatz im Constance
Belle Mare Plage. Der Links Golf Course ist
landschaftlich spektakulärer als der ältere
Bruder und bietet dank des Lavagesteins, auf
dem er errichtet wurde und das tricky in das
Design eingearbeitet wurden, ein echtes Golf-
abenteuer. Mit seinen 5.942 Metern, Par 71 bie-
tet der Platz von Rodney Wright und Peter All-
iss eine hügelige, vulkanisch geprägte
Landschaft, mit Ausblicken auf die grünen Ber-
ge der Umgebung, die das Spiel immer wieder
zu einem visuell beeindruckenden Erlebnis
macht. Vor allem gegen Abend sind der Son-
nenuntergang und das Farbenspiel hier spek-
takulär. Im Vergleich zum Legend Course ist
der Links -latz etwas weniger lang, aber kei-
neswegs leichter. Die breite Spielfläche und die
weniger engen Fairways mögen auf den ers-
ten Blick einladend wirken, doch der Teufel
steckt im Detail. Viele Löcher sind durch strate-
gisch platzierte Lavafelder und Bunker knifflig
zu spielen. Einige Dogleg-Löcher und gefährli-
che Wasserhindernissen erfordern ein genau-
es Spiel. Die ständigen Höhenunterschiede
fordern zusätzlich Präzision, vor allem bei den
Abschlägen, die oft blind sind. Ein Birdiebook
ist von Vorteil, um das Spielen zweier Fairways
gleichzeitig zu vermeiden. Der Platz ist in Top-
Zustand und bietet dank der vielen Naturhin-
dernisse ein abwechslungsreiches, aber faires
Spiel. Die Chancen aber, mit dem gleichen Ball
heimzukehren, sind hier ungleich größer. Nach
der Runde kann man sich in der offenen Bar
erfrischen oder im Restaurant „Le Swing“ leich-
te Gerichte mit Ausblick genießen. Der perfekte
Ort, um den Tag ausklingen zu lassen, wäh-
rend die Sonne hinter den Fairways untergeht.
ÎLE AUX CERFS
Wer noch mehr Abwechslung auf dem Grün braucht, der sollte unbedingt noch einen Abste-
cher zur Golfplatzperle Île aux Cerfs "designed by Bernhard Langer", machen. Von Trou D'eau
Douce an der Ostküste geht es in einer kurzen Überfahrt per Boot zur Trauminsel. Kaum an-
gekommen, schlägt einem die tropische Schönheit der Insel entgegen, aber keine Sorge: Die
Herausforderungen des Platzes holen einen schnell zurück auf den Boden der Tatsachen. Man
wird vom Steg per Golfcart abgeholt und ist dann auch schon flugs im Golfclub, der eigentlich
fast die ganze Insel umfasst. Dieser Platz ist dann wirklich ein spezielles Erlebnis, der Gott sei
Dank in den letzen Jahren auch für Durchschnittsgolfer etwas weniger anspruchsvoll gestaltet
wurde. Die engen Fairways, Doglegs und die allgegenwärtigen Wasserhindernisse flüstern
einem ins Ohr: „Du kannst das ... oder auch nicht.“ Wichtig ist, dass man an einigen Abschlägen
eine gewisse Weite vom Tee hat, sonst wird man gleich bestraft. Besonderer Tipp: Packt mehr
Bälle ein und lasst euch vom Golfcart-GPS beraten – das weiß mehr als eure Flightpartner. Und
wenn der Score aus dem Ruder läuft, tröstet euch mit dem Blick auf die Lagune. Am Ende bleibt
immer dieser einzigartige Eindruck von pradiesischer Natur, bestem Pflegezustand, high-end-
Facilities, großartigem Design und jeder Menge Spaß und Demut vor dem eigenen Spiel.
Eine Insel nur Golfplatz und
Strand. Da hat Bernhard Langer
etwas Feines designt.
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