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Spacecurl

Spacecurl – Spaciges Training

NASA-Astronauten-Training für Golfer? Unsere Redakteurin Anna hat es ausprobiert und sich in den „Spacecurl” begeben.

Piloten und Raumfahrer trainieren schon lange mit Geräten, die eine Drehung um die eigene Körperachse ermöglichen. In Hamburg ist sowas nun für jedermann möglich – denn die Sportwissenschaftlerin Nina Westphal hat einen sogenannten „Spacecurl” für ihre Praxis angeschafft. Für Golfer sei es das ideale Trainingsgerät, da es die Balance und die Tiefenmuskulatur stärke, verspricht die Expertin. Grund genug für uns, den „Spacecurl” einem Praxistest zu unterziehen! Wie das lief könnt Ihr euch im Video ansehen!

Drehen um die eigene Achse

Die drei Ringe, aus denen das Trainingsgerät besteht, können einzeln gesteuert und fixiert werden. Dadurch sei es möglich, unterschiedliche Schwierigkeitsgrade einzustellen und gezielt bestimmte Muskelgruppen zu trainieren, erklärt Nina Westphal. Ich fange erstmal mit nur einem beweglichen Ring an, um mich im Spacecurl einzugrooven. Durch minimale Gewichtsverlagerungen wippe ich nach vorne und hinten. Klappt soweit ganz gut – und entgegen meiner Befürchtung sogar ohne Schwindelgefühl.

Die Peslaksche Rolle

Bei der Königsdisziplin der „Spacecurl”-Übungen – der „Peslakschen Rolle”, sind zwei Ringe des Geräts gleichzeitig in Bewegung und man versucht, den Körper in Form einer liegenden Acht zu bewegen. Klingt spannend, also wage ich mich schließlich auch an diese Übung. Nach einer halben Stunde Training spüre ich meine Bauch- und Rückenmuskulatur ganz deutlich. Einen gewissen Effekt haben die Übungen also definitiv gehabt – und Spaß hat es auch gemacht. Ich denke, ich werde bald wieder ein paar Runden im „Spacecurl” drehen!

Training im Spacecurl

Nina Westphal im Interview

Frau Westphal, warum haben Sie sich entschieden, das Training mit dem „Spacecurl” in Ihrer Praxis anzubieten?

Ich habe den „Spacecurl” vor 15 Jahren für ein Rückenzentrum, dass in London entstehen sollte,welches dieses Gerät speziell für das Training der  Muskelkoordination angeschafft hatte, kennengelernt. Das Tolle am „Spacecurl” ist, dass er nicht nur der Rücken trainiert, sondern auch die posturale Stabilität. „Postural” kommt von dem englischen Wort „posture”, welches Haltung bedeutet. Bei der posturalen Stabilität geht es darum, gerade und aufrecht zu stehen und sich frei von Dysbalancen im Gleichgewicht zu befinden.

 

Sie empfehlen das Training im „Spacecurl” ganz besonders auch  Golfern und haben für diese Zielgruppe eine spezielle Beckenfixierung angeschafft. Was hat es damit auf sich?

Die offene Beckenfixierung, die speziell für Golfer entwickelt wurde, bietet im Hüftbereich mehr Bewegungsfreiheit als die  Standard-Fixierung des „Spacecurl”. Somit hat der oder die Trainierende mehr Spielraum für seitliche Rotationen und mehr Bewegungsfreiraum für die Arme, sodass er oder sie zum Beispiel ein zusätzliches Gewicht halten und parallel Übungen ausführen kann. Die normale Fixierung würde durch ihren Aufbau diesen Freiraum einschränken. Ansonsten machen Golfer im „Spacecurl” aber nichts anderes als Nicht-Golfer. Grundsätzlich werden Rücken-, Gleichgewichts- und Koordinationsbeschwerden im Spacecurl trainiert und behoben. Jeder spürt seine persönlichen Schwachpunkte, wenn er im Spacecurl steht. Manch einer merkt, dass die Beine zittern, andere spüren vor allem den Bauch oder den Rücken. Wie beim Golfspielen ist es auch im „Spacecurl” sehr wichtig, aufrecht zu stehen. Das Besondere ist, dass alle Übungen in der Bewegung stattfinden. Dadurch werden die Balance und das Gleichgewichtsgefühl verbessert. Die positiven Veränderungen durch das Training im „Spacecurl” zeigen sich bei Golfern aber in der Regel auch bei objektiv messbaren Werten wie Schlagweite und -konstanz.

 

Kann das Training im Spacecurl auch helfen, wenn bereits typische Golfer-Beschwerden vorliegen?

Ja, bei allen Beschwerden im Bereich der Muskulatur und Stabilität  kann das Training die Heilung und die Vorbeugung weiterer Beschwerden unterstützen.

Fuß-Fixierung im Spacecurl

Gibt es Krankheiten oder Beschwerden, die gegen ein Training im „Spacecurl” sprechen?

Wer unter einem Aneyrisma leidet, sollte nicht im „Spacecurl” trainieren. Ansonsten kann im Prinzip jeder von dem Gerät profitieren, unabhängig von Alter und Fitness. Übrigens fordern die Übungen nicht nur die Muskeln, sondern auch die Konzentration.

 

Muss man etwas Bestimmtes beachten, wenn man mit dem „Spacecurl” trainiert?

Wichtig ist, immer gerade in der Achse zu stehen. Ich nenne es gerne „das Krönchen richten”. Wenn der Körper erst einmal im Gleichgewicht ist, muss man sich nicht wirklich anstrengen. Die Muskeln müssen dann weniger arbeiten, als wenn ich zum Beispiel krumm stehe. Im „Spacecurl” lernt man also, unentspannte Haltungen, die unsere Muskeln dauerhaft strapazieren, zu vermeiden. Das Ziel ist, immer im optimalen Gleichgewicht zu sein.

 

Gibt es weitere Standorte in Deutschland, an denen man im „Spacecurl” trainieren kann?

Ja, ich kenne Kollegen in Halle, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen, die das Training ebenfalls anbieten. In München kommt das Gerät in einem großen Rückenzentrum zum Einsatz. Übrigens: Obwohl der „Spacecurl” einen englischen Namen hat, ist er ein Qualitäts-Produkt „made in Germany”. Wer Trainigsstunden im „Spacecurl” bucht, ist unter ständiger Aufsicht von einem Sportwissenschaftler oder Physiotherapeut, der die Übungen begleitet.

 

Sind Sie eigentlich selbst Golferin?

Ich habe Golf bisher nur „getestet“, aber Golf gehört zu den Dingen, die ich unbedingt noch lernen und dann auch regelmäßig ausüben möchte.  Mir gefällt, dass man dafür viel Konzentration und Muskelkoordination benötigt. Reizvoll ist außerdem, dass man beim Golfen in der Natur, an der frischen Luft ist und während des Sports keine großen Ablenkungen hat.

Kopfüber im Spacecurl

Nina WestphalEine Trainingseinheit im „Spacecurl” dauert 30 Minuten und kostet in der Praxis von Nina Westphal 39 Euro. Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann vergünstigte Kontingente  à 5 oder 10 Trainingseinheiten buchen.

Nina Westphal | beWEGung – für mehr Gesundheit

Sierichstraße 118, 22299 Hamburg
Tel.: 040 / 63 69 35 26
Mail: kontakt@bewegung-hh.de
www.bewegung-hh.de