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Meran

Südtirol – Eine Reise zum Genießen

Die autonomen Provinzen Bozen und Trentino bilden zwar die nördlichste Region Italiens, aber kaum eine Alpenregion zeigt sich so mediterran wie Südtirol. Inmitten von weiten, warmen Tälern mit Apfelplantagen und Weinbergen war Markus Salzmann unterwegs und hat die schönsten Golfplätze der Region angespielt.

Was für ein unglaublich schöner und erhabener Moment es ist, wenn man auf einer Bergwiese stehend und umgeben von grünen Berghängen in ein sonniges Tal blickt! Wenn die Bergwiese dann auch noch das Fairway eines perfekt gepflegten Golfplatzes im Passeiertal ist – dann entspricht das meiner Vorstellung von einer idealen Welt. Die beeindruckende Bergregion im Norden zwischen Meran, Bozen und Brixen gehört schon lange zu meinen bevorzugten Urlaubszielen. Diesmal kann ich eine knapp einwöchige Golfreise dorthin unternehmen und vier außergewöhnliche Golfplätze sowie  zwei beeindruckende Hotels entdecken. Natürlich genieße ich dabei auch die feine italienische Lebensart. Wie gewohnt ist die Anreise entspannt. Wir reisen mit dem Auto und eigenem Golfgepäck über München und Innsbruck direkt ins Passeiertal nach St. Leonhard. Unsere erste Station ist das Golf & Spa Resort Andreus, das etwas abseits des Hauptverkehrs direkt in der Golfanlage des Golfclubs Passeier.Meran liegt. Das imposante Hotel ist harmonisch in die Berglandschaft integriert und beeindruckt durch seinen terrassenförmigen Bau. Hier wurde viel Holz, Naturstein und Glas verbaut. Die ernst gemeinte Herzlichkeit und Aufmerksamkeit, mit der hier jeder Gast bedacht wird, genossen schon Jogi Löw und sein Winner-Team bei der Vorbereitung auf die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. Im Andreus Golf-Resort ist alles bis ins kleinste Detail nuanciert und auf die Entschleunigung von Körper, Geist und Seele abgestimmt. Der 5-Sterne-Wellnesstempel verfügt über mehrere Pools, diverse Fitnesseinrichtungen und zahlreiche Sauna-Erlebnisbereiche. Von der Kräutersauna über das Heubad bis zur Infrarotkammer werden alle Sinne bedient. Wer außer Golf noch andere Dinge im Kopf hat und gern in den Bergen herumkraxelt, kann zu Fuß oder mit dem E-Bike direkt am Hotel starten oder das Angebot des angegliederten Reitstalles nutzen. Ab- gerundet wird das Gesamtpaket durch das Hotelrestaurant, in dem mit viel Charme jeden Tag kulinarische Überraschungen aus der regionalen Küche aufgetischt werden. Juniorchef und Single-Handicaper Daniel Fink sorgt mit Empathie und Feingefühl dafür, das jedes Essen zum Event wird. Als das Andreus Hotel vor 10 Jahren eröffnete, gab es bereits den 18-Loch-Golfplatz Passeier.Meran. Nach einer ereignisreichen Planungs- und Bauphase hat der südtiroler Unternehmer und Visionär Karl Pichler damit seinen Traum vom „Golfplatz im Passeiertal” verwirklicht. Der Course hat sehr anspruchsvolle Momente, insgesamt ist sein Design jedoch sehr harmonisch und passt perfekt in die alpine Landschaft. Nichts wirkt künstlich oder aufgesetzt. Auf den ersten 9 Löchern können wir uns ganz entspannt auf die typischen Höhenunterschiede eines alpinen Platzes einstellen. Ab Bahn 4 geht es kontinuierlich nach oben und ab der 9 (ein optisches Highlight) wieder steil bergab. Die Back 9 laufen dann parallel zwischen Berg und Tal. Hier sorgen ein paar Wasserhindernissen für deutlich mehr Gefahren als bei den ersten 9. Spaß machen besonders die langen Löcher 10 und 11, auf denen man einen anderen Teil des Tals bespielt. Eine echte Spaßbremse kann die 16 sein: Ein Wasserhindernis und ein blinder Schlag Richtung Fahne können hier schnell für Verzweiflung sorgen. Insgesamt ist der Platz aber sehr fair. Wer hier bereits gespielt hat, ist beim nächsten Mal strategischer und etwas vorsichtiger. Bei uns kam ab den Back 9 etwas Wind ins Spiel, was uns noch ein wenig mehr Konzentration abverlangt hat. Aufgrund der klimatischen Bedingungen ist der Platz fast das ganze Jahr bespielbar. Das merkt man vor allem an den Grüns, die schon in der Vorsaison in einem super Zustand und sehr schnell sind. Der Platz wurde vom Golfarchitekten Wilfried Moroder mit einer Gesamtlänge von 5.791 m als Par 71 Platz designt und zur Golfsaison 2004/2005 eröffnet.

 

Andreus Resorts
Familie Fink    In der Kellerlahne 3a    I-39015 St. Leonhard in Passeier (BZ)    +39 (0)473 491330
info@andreus-resorts.it    www.andreus-resort.it

Italienische Lebensart trifft auf Bergpanorama

Dem Fluss Passer folgend wartet am Ende des Passeiertals eine Perle Norditaliens darauf, Einheimische wie Besucher gleichermaßen in ihren Bann zu ziehen. Inmitten blühender Apfelbaumhänge befindet sich die historische Kurstadt Meran. Geprägt von prächtigen ausgedehnten Parks und grünen Promenaden, von blühenden Gärten und vielen Wasserläufen, fasziniert Meran jeden durch seine alpin-mediterrane Atmosphäre. Überall in der Altstadt und den mittelalterlichen Laubengängen ist die italienische Lebensart zu spüren. Die Menschen genießen hier ihren Status und den Ruf, das Tor in den Süden zu sein. Und wer in einem der zahlreichen Straßencafés auf die schneebedeckten Gipfel der Gletscher und gleichzeitig auf die Palmen entlang der Promenade blickt, versteht, warum das so ist.

 

Golfclub Passeier.Meran
Kellerlahne 3    I-39015 St. Leonhard i. P.    +39 (0)473 641488
info@golfclubpasseier.com    
www.golfclubpasseier.com

Greenfee 2019
18 Loch € 90,00 / 9 Loch € 50,00    3-Loch Übungsanlage € 15,00 pro Stunde    Golfcart: 9 Loch € 28,00 / 18 Loch € 38,00

Golfen, wo der Wein wächst

Nur 15 Minuten von Meran in Richtung Bozen liegt eine der ältesten Golfanlagen Südtirols. Umgeben von Obstplantagen und zahlreichen Weinstöcken bietet der Golfclub Lana einen unendlich weiten Blick in das Etschtal. Mit seinem flachen, engen Design bietet der Golfplatz einen tollen Kontrast zu den alpinen Golfanlagen in der Gegend. Es ist noch früh im Jahr, aber um uns herum scheinen sämtliche Blüten zu explodieren. Überall surrt und brummt es. Wir spielen an einem besonders warmen Tag und entscheiden uns daher für ein Cart. Obwohl der Golfclub Lana nur eine 9-Loch-Anlage hat, stellt sich dies als gute Idee heraus. Es heißt, der Charakter eines Golfplatzes offenbare sich, wenn man auf der ersten Bahn steht. Auf dieser Anlage trifft das zu. Gleich die erste Bahn zeigt, das dieser Course es in sich hat. Das oberste Gebot lautet hier: Bleib weg von den Äpfeln! Die Apfelbäume und Weinstöcke rechts und links der Fairways sind zwar hübsch anzusehen, kommen für meinen Geschmack aber allzu oft ins Spiel. Die Grüns sind hart und schnell. Auch hier sind wir von der Qualität der Grüns begeistert. Das oft zitierte mediterrane Klima der Region lässt sich besonders an der Qualität der Fairways ablesen: Schönes sattes Grün, sehr angenehm zu spielen. Der Schwierigkeitsgrad der einzelnen Bahnen hält sich in Grenzen und wird maßgeblich durch das schmale Design bestimmt. Beim Loch 4 kommt allerdings an einer strategisch schwierigen Position ein großer Teich ins Spiel. Pech für mich. Auf beiden Runden kostet mich das jeweils einen Ball. Die Bahn 9 ist ein schönes langgezogenes Par 5 mit einem angedeuteten Dogleg nach links. Das Fairway verläuft entlang eines Bergfußes und endet auf einem höhergelegenen Grün, das von einigen Bunkern geschützt wird. Diese letzte Challenge macht in jedem Fall Lust auf mehr. Die zweiten 9 Löcher laufen dann tatsächlich viel besser. Zum Abschluss des Tages belohnen wir uns mit einem Besuch auf der Terrasse des Clubrestaurants. Bei leckeren Burgern und frischer Pasta genießen wir das herrliche Licht über dem Etschtal. In Lana hat der englische Golfplatz-Designer Michael Pinner Hand angelegt und einen sehr hübschen Par-35-Golfplatz (drei Par 3, vier Par 4 und zwei Par 5) mit 2793 Metern Länge (Damen 2436 Meter) designt.

 

Golfclub Lana
Brandisweg 13    I-39011 Lana (BZ)    +39 (0)473 564696    info@golfclublana.it    www.golfclublana.it

Greenfee 2019
18 Loch € 77,00 / 9 Loch € 50,00    Golfcart: € 25,00    Leihbag € 20,00, Schläger € 2,00

Die Dolomiten – Ein Geschenk der Natur

Unsere dritte Station führt uns in die Dolomiten zu einem der ungewöhnlichsten und schönsten Golfplätze der Alpen. Von Bozen aus fahren wir ca. 30 Minuten in luftige 850 Meter Höhe nach St. Vigil Seis. Schon auf dem Weg dorthin erahnen wir, was uns erwartet. Tatsächlich kann man das Erlebte nicht wirklich in Worte fassen: An solchen Orten entfaltet sich die ganze Pracht der alpinen Bergwelt, von der Louis Trenker immer so schwärmte. Die Anlage des Golfclubs in St. Vigil spiegelt das ebenfalls wieder. Wir werden sehr herzlich begrüßt und ausführlich auf die Besonderheiten des Platzes hingewiesen. Die modernen Übungsanlagen (eine zweistöckige Driving Range!)  liegen auf dem Weg zum ersten Abschlag. Bereits am Tee 1 stellt sich ein unglaubliches Glücksgefühl ein. Hier haben wir den imposanten Berg Schlern im Rücken, der aufgrund seiner charakteristischen Form das Wahrzeichen Südtirols ist, und das Tal mit malerisch gelegenen Teichen, Schluchten und Bächen direkt im Blick. Ein guter Drive und los geht’s! Die ersten 9 Löcher sind extrem vom Gefälle geprägt und entsprechen voll unseren Erwartungen an einen alpinen Golfplatz. Die Fairways sind ausreichend breit und nur die zahlreichen Bunker sorgen dafür, das man nicht übermütig losballert. Die einzelnen Bahnen sind mit viel Gefühl fürs Detail und die Natürlichkeit dieser Landschaft kreiert. Wären da nicht die toll gepflegten Fairways und Grüns, könnte man glatt vergessen, das man sich auf einem Golfplatz und nicht auf einer Wandertour befindet. Besonders viel Spaß macht das Loch 4 – ein spektakuläres Par 3 mit einigen Höhenunterschieden steil nach unten – und dann das Loch 5, bei dem man über eine kleine Schlucht einige Höhenmeter wieder nach oben spielen muss. Das Bild ändert sich auf den Back 9 etwas. Diese sind von der idyllischen Atmosphäre einer bergbäuerlichen Landschaft geprägt, was auch an den hübschen Bergbauernhöfen rechts und links der Fairways liegt.  Besonders auf den Bahnen 11 bis 14 kann man sich richtig austoben. Aber Vorsicht, das Grün der 14 liegt auf einem kleinen Plateau und dahinter geht es unaufhaltsam bergab! Ein weiteres Highlight entdeckten wir auf dem Weg von der 16 zum Abschlag der 17: Das „Örtl”, einen kleinen, urgemütlichen Landgasthof, in dem wir auf dem Sprung einen leckeren italienischen Espresso auf die Hand bekommen (www.oertlhof.com). An der 18 angekommen stehen wir dann vor dem imposanten und schönen „Golfhotel Sonne”. Jetzt merken wir, was wir getan haben. Den unvergesslichen Tag mit ebensolchen Eindrücken lassen wir auf der Terrasse des Hotelrestaurants bei einem leckeren einheimischen Wein ausklingen.

 

Golfclub St. Vigil
St. Vigil 20    I-39040 Kastelruth    +39 (0)471 708708    info@golfstvigilseis.it    www.golfstvigilseis.it

Greenfee 2019
18 Loch € 85,00 / 9 Loch € 50,00    Golfcart: 18 Loch € 40,00 / 9 Loch € 30,00    Bag inkl. Golfset € 35,00

The blue Monster – Ein Links-Kurs in den Alpen

Auf der letzten Station unserer Reise, erwartet uns noch eine sehr schöne Überraschung. Zwischen Meran und Bozen liegt die jüngste Golfanlage auf unserer Route – ein schickes Designerhotel und der Links-Course THE BLUE MONSTER des Golf & Country Clubs Eppan. Am Fuß einer Bergkette unterhalb der Burg Hocheppan, zwischen Weinbergen und Apfellandschaften, hat ein Südtiroler Unternehmer einen Ort zum Entspannen und Wohlfühlen für Golfer geschaffen: das THE LODGE HOTEL. Die moderne Architektur aus Glas, Beton und Holz ist sehr einladend und passt im ersten Moment nicht so recht in die Landschaft. Allerdings ist der Golfplatz in direkter Nähe auch kein „normaler” Golf Course. Das Hotel präsentiert sich als gelungene Mischung aus Design und Funktionalität. In den großzügigen Zimmern dominieren warme Farben und Wohlfühl-Design. Der Spa- und Wellnessbereich bietet alle Möglichkeiten zum Relaxen und Regenerieren. Der Golfplatz liegt eingebettet in einem Meer von Obstbäumen etwas abseits vom Hotel und hat den legendären „The Blue Monster” in Miami zum Vorbild. Mit seinem flachen Design ist der Platz für diese Region eher ungewöhnlich. An jeder Bahn gibt es reichlich Wasser, Bäume befinden sich ausschließlich außerhalb des Platzes. Die erste Bahn, ein mittellanges Par 4, gibt uns gleich ein gutes Gefühl, weil wir beim Abschlag gerade bleiben. Das setzt sich auch an allen weiteren Bahnen so fort. Wenig Risiko, wenig Gefahren. Es ist eine interessante Erfahrung, diesen besonderen Platz mit seinen sehr typischen Links-Course Elementen zu spielen, während wir von der wunderschönen Berglandschaft des Etschtals umgeben sind.  Der Platz ist in einem top Zustand und die Bälle rollen schön über den kleinen und großen Wellen aus. Die Grüns sind schnell und sehr tricky. Ich brauche eine Weile, bis ich mich darauf eingestellt habe. Dennoch läuft es auf den ersten 9 Löchern überraschend gut für mich – vermutlich, weil ich mich strikt an den Rat des Head-Pros halte und die erste Runden eher strategisch spiele. Bei der zweiten Runde traute ich mir mehr zu. Auch wenn es mich am Ende vier Bälle kostet, macht das richtig Spaß – das „Blaue Monster” hat zugeschlagen! Mein Fazit: Ein großartiger Course, der für viele Spielstärken geeignet ist, den Spieler herausfordert und das strategische Spiel fördert. Ich hoffe, dass die Betreiber den Platz in nächster Zeit, wie geplant auf 18 Loch erweitern können. Diese einmalige Anlage in Eppan hat der Golf-Architekt Thomas Himmel auf einer Länge von 3.192 Meter (Par 35) designt und gebaut.

 

Golf & Country Club Eppan
The Blue Monster    Via Riva die Sotto 74    I-39057 Appiano sulla strada del vino (BZ)    +39 (0)471 1888164  info@golfandcountry.it    www.golfandcountry.bz

Greenfee 2019
18 Loch € 90,00 / 9 Loch € 50,00    Golfcart: 18 Loch € 35,00 / 9 Loch € 25,00