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Reise

Dolomitengolf Resort – die vierfache Versuchung

12. Juni 2025Juni 16th, 2025

Nun, gewinnen tut man im Golfspiel ja eher an Erfahrung bei jeder Runde. Man gewinnt Demut, Kontrolle und Erkenntnisse, wie ein entspanntes und ausgeruhtes Ich sich auf die Performance darüber auswirkt und die Kulisse tatsächlich die Gedanken und das Mindset sortieren kann.

Einer der besten Orte, an denen dieser Gewinnanspruch in die Realität umgesetzt werden kann, ist das Dolomitengolf Resort in Tirols‘ Lavant unweit der italienischen Grenze. Und das gleich vier Mal.

Eines der feinen Inselgrüns

Die Kombination machts

Denn vier wunderbar angelegte 9-Loch-Schleifen fanden im Drautal Platz, um sich zu einem trick- und abwechslungsreichen, sensationell gepflegten und – Obacht – flach wie ein Spiegelei designten Zusammenspiel zu orchestrieren. Wer in Mathe in Fakultätsrechnung (n/k) aufgepasst hat, weiß schnell, dass sechs verschiedene 18-Loch-Kombinationen möglich sind, aufgeteilt auf 36 Löcher. Die größte Golfanlage Tirols ist damit ein Eldorado für jeden Spieler, der die Güte eines Championship-Platzes schätzt, ohne auf Gelassenheit und Spielfreude zu verzichten. Der Fluss Drau, ein Nebenfluss der Donau und Namensgeber des pittoresken Tals, kommt nicht wirklich ins Spiel auf den Plätzen, ist aber unmittelbarer Nachbar der beiden Hotels Dolomitengolf Hotel & Spa sowie Dolomitengolf Suites und hier auch die beste Einstiegsmöglichkeit für eine Wildwassertour. Die Anlage wirkt nicht wie auf dem Reißbrett entworfen, sondern eher wie von einem Landschaftsmaler, mit Hang zur Präzision und einem guten Gespür für eine Balance zwischen Anspruch und Spielgenuss gezeichnet. Wasserhindernisse plätschern da, wo man gerade seinen Rhythmus gefunden hat. Blumenwiesen fordern einen geraden Schlag, um nicht zu viele Bälle suchen zu müssen. Und wer denkt, mit dem Driver sei alles machbar, wird spätestens am Inselgrün der 3 des Tiroler-Versicherung-Kurses charmant zurück in die Realität geholt. Es ist ein Paradebeispiel dafür, wie die Plätze spielerische Herausforderung und landschaftliche Schönheit miteinander verbinden.

Schön, gemein, schön

Die Fairways? Eher eine Einladung zur Ruhe und Technik als zur Hast. Die Spielbahnen fordern ein überlegtes, konzentriertes Spiel – weniger Haudrauf, mehr Strategie und Präzision. Übrigens: Hier geht man gern – das Cart braucht man nicht, auch weil es so viel Schönes zu sehen gibt. Da stört ein Dach beim Blick nach oben und gut zu Fuß ist man als Golfer ohnehin. An der 7 des Keuco-Kurses, einem schönen Dogleg, kommt ihr übrigens am Spa vom 5-Sterne Dolomitengolf Suites vorbei. Nicht, dass man hier für die Golfgemeinschaft auf dem Präsentierteller liegt, aber wer es unbedingt will, kann aus dem Spa schon das Geschehen auf der 7 mitverfolgen oder Freunde anfeuern. Sofern es das vorletzte Loch der 18-Loch-Runde oder 27-Loch-Runde ist, weiß man spätestens hier: Die Entspannung liegt in greifbarer Nähe. Das geht übrigens auch vom Outdoor-Pool des Dolomitengolf Hotel & Spa aus, wenn Könner ihren Ball am Loch 3, ein Inselgrün des Silber-Kurses, direkt tot an den Stock legen. Applaus und Mitgefühl liegen hier ganz nah beieinander. Nach den Runden – ja es sollten hier immer mehrere sein – sollte man sich unbedingt das alpine Clubhaus-Restaurant gönnen.

Haubenküchen-Einfluss

Hier herrscht kein Glanz-und-Gloria-Getue, sondern die entspannte Eleganz eines Ortes, an dem man über Birdies reden kann, ohne dass es jemanden stört, denn ihr seid hier unter euch. Der Apfelstrudel kommt warm, der Dolomitengolf-Burger ein Muss, die Aussicht auf die Lienzer Dolomiten ist klar – und wer Glück hat, erwischt einen Platz auf der Terrasse mit Blick auf jene Bahn, an der man sich gerade noch freundlich selbst beschimpft hat. Jetzt kommen wir aber wieder zurück zu unserer Einstiegsthese. Der Zugewinn an der Erkenntnis, dass man eben doch besser spielt, wenn der eigene Körper Teil der Rahmenbedingungen für ein gutes Spiel ist. Wir wissen zwar nicht, welche Grundkonstitution ihr habt, aber in diesem Resort wird wirklich alles dafür getan, dass ihr ausgeruht, entspannt, locker und kulinarisch so umsorgt und inspiriert seid, dass es daran nicht liegen kann, dass der Putt nicht fallen will.

Edel und relaxed

Egal, ob im Dolomitengolf Hotel & Spa – dem unaufdringlich eleganten, charmanten und herzlichen 4-Sterne-Haus der Hamacher-Hotel- &-Resorts-Gruppe oder ein paar Schritte weiter in den Dolomitengolf Suites – die Gastgeberqualitäten der familiengeführten Hamacher-Gruppe sind schon besonders. Im letzteren Hotel, wo das Interior sich irgendwo zwischen anspruchsvoller Architekturbiennale und alpin-edler Holz-Ästhetik bewegt, geht es entspannt und dezent zu. Hier ist schon der ein oder andere Filmstar während der Dreharbeiten abgestiegen, um sich in der besonderen Atmosphäre zu regenerieren. Das Gourmet-Restaurant „Vincena“ – übrigens mit zwei Hauben, aber ohne Starallüren – serviert Forelle, die wahrscheinlich noch bis zum selben Morgen neugierig durchs Quellwasser geschwommen ist. Feinsinnig komponierte Speisen, so alpin verwurzelt und angenehm zurückhaltend im Ton, aber nicht im Geschmack, trifft die Beschreibung die Kreationen wohl relativ gut. Auch die Bar, ein architektonisches Statement aus dunklem Holz, gedämpftem Licht und alpiner Klarheit, ist ein Ort, an dem sich italienisches Design und Tiroler Zurückhaltung in einem Glas treffen, sei es beim Negroni oder einem Glas Pinot Noir aus der begehbaren, beleuchteten Vinothek. Besonders sympathisch: das Publikum. Kein Schaulaufen, sondern ein gesunder Mix aus ernsthaften Golfern, genussfreudigen Wiederholungstätern und jenen, die irgendwann beschlossen haben, dass ein guter Golfschwung nicht auf Instagram, sondern auf der Scorekarte beeindruckt. Die wohltuende Umgebung trägt mit ihrer Postkartenidylle ihr Übriges dazu bei.

DOLOMITENGOLF RESORT

Lavant | Österreich
www.dolomitengolf-resort.com


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