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Justin Thomas

Justin Thomas verliert Deal mit Ralph Lauren

Wegen homophober Äußerungen von Justin Thomas trennt sich die Modemarke Ralph Lauren von ihrem Markenbotschafter.

Nach der Tournament of Champions muss Golf-Pro Justin Thomas sich einen neuen Ausrüstungspartner suchen. Denn mit einer homophoben Äußerung auf dem Platz hatte der 27-jährige Engländer seinen bisherigen Sponsor Ralph Lauren in der vergangenen Woche schwer schockiert: „Während wir anerkennen, dass er sich entschuldigt hat und die Schwere seiner Worte einräumt, ist er ein bezahlter Botschafter unserer Marke und seine Handlungen stehen im Widerspruch zu der integrativen Kultur, die wir vermitteln wollen“, schrieb das Mode-Unternehmen in einem offiziellen Statement.

Justin Thomas
© Getty Images/PGA TOUR

Was ist passiert?

Während der Sentry Tournament of Champions auf Hawaii äußerte Top-Spieler Justin Thomas das abwertende Schimpfwort „Faggot“ (dt. „Schwuchtel“), um seinem Ärger über einen verpassten Putt Luft zu machen. Zu seinem Pech wurde der unflätige Ausfall gut vernehmbar von den Mikros auf dem Platz festgehalten.

In einer ausführlichen Entschuldigung während eines Golf Channel-Interviews erwähnte Thomas später immer wieder, dass ein solcher Vorfall nicht zu entschuldigen und „extrem peinlich“ sei. „Das ist nicht, wer ich bin, es ist nicht die Art von Person, die ich bin oder irgendetwas, was ich tue, aber leider, ich habe es getan und ich muss es zugeben und ich muss mich entschuldigen“ versuchte Thomas sich zu erklären.

Wie konsequent ist Ralph Lauren?

In einem weiteren Statement von Ralph Lauren räumte das Unternehmen die Möglichkeit ein, in ferner Zukunft wieder mit Justin Thomas zusammenzuarbeiten. Jedoch werde das gesamte Sponsoring bis auf Weiteres eingestellt. Man erwarte von dem Pro, aus der unangebrachten Situation zu lernen, daran zu wachsen und alles ihm Mögliche zu tun, um Integration zu fördern, so die Aussage von Ralph Lauren.

Auch wenn es etwas befremdlich wirkt, dass das internationale Modeunternehmen zuerst  jegliche Verbindung zu seinem Testimonial kappt, um kurz darauf eine erneute Kooperation in Aussicht zu stellen – wenn es dabei hilft, die Toleranz im Golfsport zu fördern und nicht nur als PR-Coup genutzt wird, soll es recht sein!