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BarbaraBecker - Barbara Becker im GOLF'n'STYLE Interview

Barbara Becker im GOLF’n’STYLE Interview

Powerfrau, Mutter und Hobby-Golferin Barbara Becker, hat jetzt ein Buch geschrieben und eine Fitness App mitentwickelt. In unserem Podcast „Grün & saftig“ sprechen wir mit ihr in Florida.

Du hast als Single in Monte Carlo das Golfspielen für Dich entdeckt, dann kam Deine Hochzeit mit Boris. War das auch ein Vorteil, dass Ihr gemeinsam ein Hobby hattet?
Ich denke schon. Ich kenne dadurch vor allem Leute, die sehr gut oder ähnlich gut spielen. Das war bei mir natürlich nicht der Fall, ich hatte zum Beispiel nie ein Handicap, mit dem man irgendwie groß angeben konnte. Profisportler haben aber auch einfach ein anderes Verständnis vom Verhältnis „Ball zu Schläger“. Ich kenne zum Beispiel Fußballer oder Basketballer, die eben auch Tennis spielen und dann später gute Golfer geworden sind. In dieser Liga war ich natürlich nie, aber man kann es trotzdem einfach gut zusammen machen und es ist hilfreich, wenn man zumindest ähnlich spielt.

Ihr habt mit Tiger Woods gemeinsam Golf gespielt, wie hast Du ihn erlebt?

Also der war wahnsinnig nett, aber das ist jetzt auch wieder Jahre her, dass ich ihn das letzte Mal gesehen habe. Ich kenne seine Ex-Frau Erin sehr gut, die wohnt auch hier in Florida. Tiger selbst war aber auch super nett zu mir und ich bin natürlich erstarrt voller Bewunderung.

Du hast jetzt wieder angefangen zu golfen und hast schon gesagt, dass Du viel trainieren möchtest, damit Du möglichst oft dieses satte Geräusch hörst, wenn Du den Ball gut triffst. In diesem Zusammenhang gibt es zwei interessante Dinge, die für Dich beim Golfen wichtig sind: Faszien ist das eine Stichwort. Dazu hast Du auch eine App herausgebracht. „BE FREE“ nennt sich diese App. Was kann die?

Also es ist tatsächlich fürs Golfen besonders wichtig, dass Du dich vor der Runde gut aufwärmst, tust Du es nicht, tut Dir schnell mal was weh oder Du zerrst dir schnell was, auch im Rücken. Ich habe mir eigentlich vor jeder sportlichen Betätigung und sogar schon gleich morgens nach dem Aufstehen angewöhnt, meine Schwungbewegung zu machen. Faszien Rolle ist ja für viele Leute ein Begriff, aber das hat immer sehr viel mit Schmerzen zu tun.

Deshalb ist das Freischwingen von Faszien eigentlich das, was am schnellsten geht und mit dem man eben Schmerzen und Verletzungen gut vorbeugen kann. Faszien ziehen sich wie so eine dünne, feste Haut um den ganzen Körper, um jeden Muskel und um jedes Organ und die können eben verspannen. Wenn dann punktuell etwas verspannt, dann bringt es den ganzen Körper aus der Balance.

Deswegen ist es wichtig, dass man den ganzen Körper durchschwingt und das geht sehr leicht mit dieser App, die wir veröffentlicht haben. Die haben wir zusammen in einem tollen Team entwickelt. Unter anderem hat der große Faszien-Papst Dr. Schleip mitgearbeitet und ich bin wahnsinnig stolz, dass ich auch mitmachen durfte. Der Körper wird durchblutet, es ist wirklich nicht anstrengend und jeder kann es nachmachen. 

Du bist auf einen Mönch aus Kanada gestoßen, der sich mit Meditation für Golfer befasst. Was hast Du erfahren? In welchen Situationen kann es helfen, dass man meditiert?

Also der Mann heißt Gesche. Wir sind drei Frauen in seinem internationalen Kurs:  Eine ist in Frankfurt, ich bin hier und die andere ist in Washington. Wir meditieren schon sehr lange mit ihm und das Besondere ist, dass er auch ein sehr guter Golfer ist (einstelliges Handicap). In seinem neuen Buch geht es um das Loslassen, das Geschehenlassen und um das Visualisieren. Ich frage ihn dann auch immer, wenn ich schlecht spiele, wie ich denn wieder zum Spaß am Golfen zurückkomme. Seine Auffassung ist, dass Du eben diese Competition loslassen musst. Dass Du eben auf den Platz gehst und mit Freude spielst, und dass Du, wenn überhaupt, mit dem Course spielst und nicht gegen jemand anderen oder gegen Deinen Score. Wichtig ist, dass Du für Dich spielst und Du solltest versuchen zu visualisieren, wo Du den Ball gerne hinschlagen möchtest.

NoahBecker BarbaraBecker - Barbara Becker im GOLF'n'STYLE Interview

Kann man mit Meditation vielleicht auch Ängste beim Golf überwinden? 

Ich denke sicher, dass Meditation auch von Angst befreit, weil sie natürlich Dich im Moment sein lässt und nicht in diesen Gedanken, wo der Ball hinfliegen könnte und was alles Schlimmes passieren könnte. Wenn ich mich mit dem Hier und Jetzt befasse, im Moment lebe, weg von diesen Zukunftsgedanken bin, dann ist das ja schon eine Form der Meditation und dann schaffe ich es auch, die Angst in den Teich zu schlagen, auszuklammern.

Gibt es eine Möglichkeit, auf dem Platz eine Kurz-Meditation zu machen?
Gesche hat mir erzählt, dass er sich beim Golf permanent in einer Art Meditation befindet. Ich versuche das für mich so, dass ich morgens meditiere, meine Schwungbewegungen mache und dann gelöst in den Tag starte. Wenn ich dann zum Beispiel beim Golfen Fehlschläge habe oder mich ärgere, ist es wichtig, sich selber gut zu kennen. Dann weißt Du, wie Du tickst, kannst Dich mit Dir selber auseinandersetzen und bekommst Deinen Ärger oder Deine Wut in den Griff.

Mit all diesem Wissen und Deinem Trainingsfleiß: Wann wirst du einstellig sein, Barbara? 

Ach Gott, dazu mache ich wahrscheinlich viel zu viele andere Sachen. Der Weg ist auch steinig und mein erstes Ziel ist es momentan, wieder richtig Spaß am Golfen zu haben. Gerade spiele ich oft mit meinem Trainer, mal allein und vor allem, um einfach Freude an dem zu haben, was mir gerade Spaß macht. 

Du bist ja eine sehr stylische, elegante und modebewusste  Frau, wie magst Du es am liebsten, Dich auf dem Golfplatz anzuziehen?

Ich trage ein bisschen Retro muss ich sagen, auch weil ich die Sachen seit 15 Jahren nicht anhatte. Ich hatte tatsächlich sogar noch Spikes unter meinen Schuhen. Als ich das erste Mal jetzt während der Pandemie wieder Golfen war, da gingen die Leute davon aus, dass ich richtig gut spiele, nur weil ich wie die Profis Spikes trage. Wir haben im August 40 Grad im Schatten, deshalb trage ich immer einen Sunvisor, aber ansonsten muss es natürlich vor allem bequem sein und dabei etwas retro. Dabei mag ich auch diesen Mustermix! Ganz weiß finde ich ein bisschen langweilig. 

Rock oder kurze Hose?

Kurze Hose, Bermudas trage ich auch gern.