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Golf

Zwischen Traum und Realität – Der harte Weg ins Profigolf

16. Juni 2024

Unsere Vorstellung vom Profigolf wird oft von beeindruckenden Bildern mit bekannten Spielern wie Rory McIlroy, Tiger Woods oder Nelly Korda geprägt. Häufig entsteht dabei der Eindruck, dass alle Golfprofis in Reichtum und Luxus leben.

Was man oftmals nicht berücksichtigt, ist der nicht ganz so glamouröse Weg, den fast alle Spielerinnen und Spieler zurückgelegt haben, um überhaupt bis an die Spitze zu gelangen. Dabei übersieht man häufig die Realität der vielen Rookies und der neuen, jungen Spielerinnen und Spieler, die am Existenzminimum leben.

Kimberly Sommer ist eine dieser Spielerinnen, die den anfänglich schweren Weg des Profidaseins bestreitet. Kimberly (26), auch Kimi genannt, spielt seit 2022 professionell auf der LET Access Series (LETAS) und der Santander Tour, den Traum von der Ladies European Tour (LET) stets im Blick behaltend. Jenen zu verfolgen, dazu hat sie sich 2022 dann doch durchgerungen, nachdem sie, wie sie mit einem Augenzwinkern sagt, zunächst den Plan hatte, beruflich „etwas Vernünftiges“ zu machen.

Ärztin? Nein, Profigolferin!

Nach einer erfolgreichen Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin begann sie 2020 ihr Medizinstudium, das sie, um Profigolferin zu werden, aber wieder unterbrach. Im Gespräch mit GOLF’n‘STYLE erzählt Kimi: „Für mich ist es ein wahr gewordener Traum, mich tagein, tagaus mit Golf beschäftigen zu dürfen.“ Doch dieser Traum hat eben auch Schattenseiten – gerade auf den Nachwuchstouren, bei denen die Preisgelder oftmals geringer sind als die wöchentlichen Ausgaben.  Kimberly gibt tiefe Einblicke in ihr junges Profidasein und macht klar, wie viel eine Saison auf der LETAS-Tour tatsächlich kostet und was dabei an Verdienstmöglichkeiten herausspringen kann. Zu den hohen Reisekosten in jeder Turnierwoche kommen Ausgaben für Trainer, Mitgliedsbeiträge, Startgebühren und die Versteuerung möglicher Gewinne.

Das teure Leben einer Proette

Da bleibt am Ende nicht mehr viel übrig von den Einnahmen der Turniere – wenn überhaupt. Gedeckt werden können die hohen Kosten nur selten. Allein für die Fixkosten wie für Flüge und Unterkunft rechnet Kimberly pro Turnierwoche mit rund 1.000 Euro. „Um auf der LETAS, was die Fixkosten angeht, kostendeckend zu arbeiten, muss man jede Woche mindestens den 15. Platz belegen. Dann hat man aber noch kein zusätzliches Geld verdient.“ Bedenkt man, dass pro Turnier 100 bis 130 Spielerinnen an den Start gehen, kann man sich ausrechnen, wie viele Spielerinnen Woche für Woche Verluste machen.

Und bei den Männern?

Dasselbe in Grün – zumindest bei einigen Spielern! Auch Timo Vahlenkamp will nach ganz oben. Der 26-Jährige ist seit drei Jahren im Profigolf aktiv und begann seine Karriere auf der Pro Golf Tour. Dort hat er sich im vergangenen Jahr für die zweithöchste europäische Tour, die Challenge Tour, qualifiziert. Timo ist ein weiteres Beispiel für einen aufstrebenden jungen Profi, der, anders als Kimberly, bereits zu Beginn seiner Laufbahn starke Unterstützung erhielt. Im Gespräch mit GOLF’n’STYLE betont er, wie dankbar er dafür ist, jene in den vergangenen Jahren von seinem Sponsor und Mentor Tobias Bialk sowie seinem Heimatclub (Stolper Heide), erfahren zu haben. „Für mich ist die Unterstützung entscheidend. Sie ermöglicht es mir, mich uneingeschränkt auf das Golfspiel und die verschiedenen Herausforderungen meiner Karriere zu konzentrieren und sie mit vollem Einsatz anzugehen“, sagt der Sportsoldat der Bundeswehr, durch die er zusätzliche finanzielle Hilfe bekommt. Diese haben auch Spieler wie Nick Bachem und Jannik De Bruyn erhalten und ihnen dabei geholfen, es auf die DP World Tour zu schaffen. Wie Timo dann weiter erklärt, sei es besonders auf den kleineren Touren schwer, sich als Profigolfer zu finanzieren, und er habe das Gefühl, dass es besonders in den vergangenen Jahren noch schwieriger geworden sei, für viele Golfer gute Sponsoren zu finden.

Aufgeben keine Option

„Auch unsere nachfolgenden Generationen brauchen Vorbilder und diese brauchen Unterstützung“, erklärt er. Doch nicht nur vielen Proetten, sondern auch vielen männlichen Spielern fehlen diese Sponsorengelder. Auch sie müssen nebenbei oftmals in anderen Jobs arbeiten, worunter wiederum das Zeitbudget und die Energie leiden, die man eigentlich ins Golfspiel stecken müsste, um die Chancen im Wettbewerb zu erhöhen. Aufgeben und den Traum aus den Augen zu verlieren, ist für Timo Vahlenkamp dennoch keine Option. Seine Message an die jungen Nachwuchsgolfer: „Gebt nicht so schnell auf und arbeitet hart. Erfolg kommt zu denen, die fleißig und geduldig sind“.

Fotos: Pro Golf Tour, Adobe Stock/zhanstudio

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