
Die Volvo China Open enden mit Wiesbergers spätem Umschwung und Freddy Schotts starkem Finish auf Rang fünf.
Titelkampf bei den Volvo China Open
Bernd Wiesberger hat die Volvo China Open im Shanghai Enhance Anting GC gewonnen. Der Österreicher spielte am Sonntag eine bogeyfreie 67, kam auf 265 Schläge und setzte sich mit drei Schlägen vor Adrian Otaegui durch. Für Wiesberger war es der erste Sieg auf der DP World Tour seit fünf Jahren und sein neunter Titel auf dieser Tour.
Wende auf den zweiten neun
Der Finaltag kippte erst spät. Wiesberger war mit einem Schlag Rückstand in die Schlussrunde gegangen, lag zur Halbzeit jedoch drei Schläge hinter Otaegui. Dann drehte sich die Runde auf den Back Nine: Drei Birdies in vier Löchern brachten den Österreicher zurück an die Spitze, ehe Otaegui auf der 16 mit seinem zweiten Schlagverlust in diesem Abschnitt weiter zurückfiel. Am Schluss spielte Wiesberger kontrolliert zu Ende, während Otaegui auf dem letzten Loch noch einmal in Probleme geriet.
Otaeguis vergeblicher Anlauf
Adrian Otaegui schien den Titel nach seinem starken Turn auf der Front Nine zunächst fest in der Hand zu haben. Der Spieler aus den Vereinigten Arabischen Emiraten war zwischenzeitlich auf 19 unter Par gezogen und hatte damit drei Schläge Vorsprung. Doch während Wiesberger auf den letzten neun Löchern zulegte, verlor Otaegui den Rhythmus. Seine Schlussrunde von 71 Schlägen reichte deshalb nur für Platz zwei.
Freddy Schott rückt nach vorn
Aus deutscher Sicht setzte Freddy Schott am Sonntag den stärksten Akzent. Er spielte eine 64, also die beste Finalrunde unter den DACH-Spielern, und schob sich mit zwölf unter Par noch auf den geteilten fünften Rang vor. Nach Runden von 71, 68, 69 und 64 war das am Ende ein Turnier, das sich von Tag zu Tag in die richtige Richtung entwickelte. Gerade seine Schlussrunde gab dem deutschen Ergebnisblock noch deutlich Gewicht.
Weitere Verfolger
Hinter den beiden Führenden belegte Mikael Lindberg mit 14 unter Par Rang drei. Shaun Norris, nach der ersten Runde noch dicht an der Spitze, fiel mit 13 unter auf Rang vier zurück. Alejandro del Rey, der das Turnier am Donnerstag mit einer 61 und Platzrekord eröffnet hatte, kam am Ende auf zehn unter Par und teilte Rang acht. Das unterstreicht, wie stark sich das Feld nach dem frühen Auftakt noch einmal verschoben hat.
Österreichs zweites Ergebnis
Neben Wiesberger brachte auch Maximilian Steinlechner ein ordentliches Resultat ins Klubhaus. Der Österreicher spielte am Sonntag eine 67 und beendete das Turnier bei sechs unter Par auf dem geteilten 25. Rang. Für ihn war das kein Wochenende in Richtung Spitze, aber ein solides Ergebnis in einem Feld, das am Sonntag an der Spitze noch einmal Tempo aufnahm.
Schneider rettet das Wochenende
Marcel Schneider fiel nach seiner 75 am Samstag weit zurück, fing den Verlauf am Finaltag aber noch etwas ab. Mit einer 68 beendete er die Woche bei eins unter Par auf Rang 49. Das liest sich nüchtern, zeigt aber auch, dass er sich nach dem Einbruch vom Vortag noch einmal gesammelt hat.
Ausblick
Für Wiesberger ist dieser Sieg mehr als ein Wochenresultat. Er beendet eine längere Phase ohne Titel und bringt ihn im Race to Dubai wieder deutlicher ins Blickfeld. Für Schott kann der Sonntag in Shanghai ein Signal sein, weil eine solche Schlussrunde auf der DP World Tour oft mehr trägt als ein reiner Mittelfeldplatz. Und die Volvo China Open haben gezeigt, dass sich ein Turnier auf diesem Kurs bis in die letzten neun Löcher hinein offenhalten lässt.
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