
Die Volvo China Open beginnt mit einem Platzrekord in Shanghai, einem starken Auftritt von Bernd Wiesberger und einem soliden Start mehrerer deutschsprachiger Spieler.
Del Rey startet mit Platzrekord
Alejandro del Rey gibt am ersten Tag der Volvo China Open im Shanghai Enhance Anting GC das Tempo vor. Der Spanier spielt eine 61 und liegt damit nach Runde eins bei zehn unter Par.
Hinter ihm folgen der Chinese Yanhan Zhou mit einer 62 und der Südafrikaner Shaun Norris mit einer 63. Bernd Wiesberger reiht sich mit einer 64 auf Rang vier ein. Damit setzt sich das Feld schon früh auseinander, bleibt an der Spitze aber eng beisammen.
Del Rey eröffnet seine Runde auf der Zehn und startet dort direkt mit einem Eagle. Danach legt er neun Birdies nach. Nur ein Bogey steht auf seiner Karte. Die 61 ist damit nicht nur die beste Runde des Tages, sondern zugleich Platzrekord im Enhance Anting GC sowie seine persönliche Bestleistung auf der DP World Tour.
Yanhan Zhou hält das Heimturnier offen
Nur einen Schlag hinter del Rey bleibt Yanhan Zhou in direkter Schlagdistanz. Der Chinese startet ebenfalls mit einem Eagle auf Loch zehn und bringt eine fehlerfreie 62 ins Clubhaus.
Gerade für die Volvo China Open ist das ein wichtiger Verlauf. So bleibt schon am Donnerstag ein lokaler Spieler unmittelbar an der Spitze. Das erhöht die Spannung für die zweite Runde und hält das Heimturnier sportlich offen.
Wiesberger zeigt den stärksten Start im deutschsprachigen Lager
Aus deutschsprachiger Sicht setzt Bernd Wiesberger das klarste Zeichen. Der Österreicher bleibt auf seiner 64 ohne Bogey und sammelt sieben Birdies. Damit bringt er sich schon früh in eine Position, aus der sich das Turnier nach vorne öffnen kann.
Auch Marcel Schneider startet stark. Der Deutsche bleibt ebenfalls fehlerfrei und spielt eine 67. Das reicht für den geteilten zehnten Rang. Auf einem Platz, der niedrige Scores zulässt, ist eine bogeyfreie Runde ein klares Signal.
Jan Schneider folgt dicht dahinter. Er eröffnet das Turnier mit einer 68 und liegt damit bei drei unter Par auf Rang 19. Besonders wichtig ist dabei ein Eagle auf Loch 17, das ihm eine aussichtsreiche Ausgangsposition für Freitag verschafft.
Steinlechner, Schott und von Dellingshausen bleiben dran
Maximilian Steinlechner liegt zum Zeitpunkt der Unterbrechung bei zwei unter Par im Bereich des geteilten 34. Platzes. Seine Runde ist am Donnerstagabend noch nicht beendet, weil einige Spieler wegen Dunkelheit erst am Freitag ihr letztes Loch abschließen können.
Freddy Schott und Nicolai von Dellingshausen kommen jeweils mit Even Par ins Clubhaus und belegen den geteilten 64. Platz. Schott notiert drei Birdies und drei Bogeys. Von Dellingshausen spielt zwar fünf Birdies, verliert aber unter anderem durch ein Doppelbogey wieder Boden.
Damit bleiben beide in Reichweite zur Cut-Linie. Allerdings brauchen sie am Freitag eine klar tiefere Runde, um den Anschluss an das Mittelfeld nach vorne herzustellen.
Girrbach und Siem geraten früh unter Druck
Weniger günstig verlief der Auftakt für Joel Girrbach und Marcel Siem. Der Schweizer startete mit 75 Schlägen und liegt damit bei vier über Par.
Für Siem lief der Tag noch schwieriger. Er kommt nur mit einer 79 ins Ziel und fällt deutlich zurück. Besonders schwer wiegt eine Zehn auf Loch sechs, die seinen Score früh belastet. Entsprechend groß wird der Druck in Runde zwei.
Tiefe Scores prägen die Volvo China Open
Der Kurs in Shanghai lässt am Donnerstag viele Chancen zu. Entsprechend tief fallen die Scores an der Spitze aus. Vor allem fehlerfreies Spiel wird sofort belohnt.
Del Rey, Zhou, Norris, Wiesberger und Marcel Schneider bauen ihre Runden vor allem darauf auf, große Fehler zu vermeiden und Birdiechancen konsequent zu nutzen. Genau diese Tendenz prägt den Auftakt der Volvo China Open.
Eine zusätzliche Geschichte liefert Andrew Johnston. Der Engländer kommt mit einer 66 auf fünf unter Par ins Ziel und meldet sich nach langer Verletzungspause mit seiner niedrigsten Runde auf dieser Ebene seit mehr als 18 Monaten zurück. Das ist noch kein vollendetes Comeback, aber ein deutliches sportliches Signal.
Was Runde zwei verspricht
Vor der zweiten Runde ist die Lage klar. Alejandro del Rey hat mit seiner 61 die erste Referenz gesetzt. Doch Yanhan Zhou, Shaun Norris und Bernd Wiesberger sind nah genug dran, um früh Druck auszuüben.
Aus deutscher Sicht richten sich die Blicke auf Marcel und Jan Schneider sowie auf Freddy Schott und Nicolai von Dellingshausen. Aus österreichischer Sicht steht vor allem Wiesberger im Fokus, während Steinlechner zunächst seine erste Runde sauber beenden muss.
So verspricht die Volvo China Open schon am Freitag Bewegung an vielen Stellen des Leaderboards.






