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Aufmacher 2 - Unter den Ball kommen - Golfmärchen

Unter den Ball kommen – Golfmärchen

„Unter den Ball“

In Teil 3 unserer Golfmärchen-Serie spricht Golfpro Paul Dyer über den Mythos des „Unter den Ball kommen“. Ein Satz, der bei Paul die Alarmglocken klingeln lässt.

Das Set-Up

Wenn ich sehe, wie viele Golfer im kurzen Spiel zum Ball stehen, ist mir sofort klar, wie sehr das kurze Spiel durch typischen Klischee-Unterricht beeinflusst wird. Die Standard-Ansprechposition im kurzen Spiel mit der Ballposition rechts hilft niemandem bei höheren Wedge-Schlägen ums Grün. In Bild 1 siehst Du, wie eine schlechte Ansprechposition aussieht. Die Ballposition ist sehr weit rechts und verursacht ein „De-Loft“ (geringere Loftneigung) des Schlägers. Will ich den Schläger wirklich mit weniger Neigung an den Ball bringen? Darüber hinaus gilt, wenn die Hände weiter nach links kommen, um die Ballposition zu realisieren, wandert der Kopf des Golfers weiter zum rechten Fuß und dieses verlegt den tiefsten Punkt der Schwungbahn leider weiter nach rechts. In der korrekten Ansprechposition (Bild 2) liegt der Ball weiter zum linken Fuß. so kann ich den Schläger einfach gerade halten und mein Körperschwerpunkt auf dem linken Fuß verlagern. Nun ergibt das Ganze einen Sinn! Der Ort des Körperschwerpunktes entscheidet, wo ich in den Boden treffe.

1und2 1 - Unter den Ball kommen - Golfmärchen

Du übst das Falsche!

Aufgrund meiner Erfahrung und obwohl ich Deine Chips nie gesehen habe, mache ich dir einfach diesen Vorwurf! Deshalb ist es wichtig zu wissen wie ein Wedgeschlag funktioniert, worauf es dabei ankommt und welche Faktoren welches Ergebnis hervorrufen. Erst der Ball, dann der Boden: Wie wir später sehen werden, ist das nur bedingt richtig. Zu versuchen den Boden vor dem Ball zu treffen ist jedoch ganz sicher alles andere als sinnvoll! Die Position deines Divots wird vom Körperschwerpunkts kontrolliert. Wenn man also denkt, dass man „unter den Ball“ kommen muss und sich auf den hinteren Fuß lehnt um tatsächlich „darunter zu kommen“ wird man immer „fett“ schlagen. Als Reaktion darauf versucht man, weniger Boden zu treffen. Doch das behebt nicht das Problem und man gerät in ein Pendeln von zu-fett und zu-dünn ohne Erfolg zu haben. Nur der Loft des Schlägers ist für die Höhe des Ballflugs verantwortlich. Je weiter vorne Du deine Hände im Treffmoment hast, desto weniger Loft hast Du und der Ball fliegt flacher. Es gibt eigentlich keine anderen Einflussfaktoren dafür (Bild 4). Deshalb ist es wichtig, dass du den Eintreffwinkel des Schlägers auf den Ball und die Loftneigung des Schlägers im Treffmoment auseinanderhalten kannst. Das Ziel lautet „Erst Ball, dann Boden mit möglichst viel Loft“.

Ubung3und4 - Unter den Ball kommen - Golfmärchen

Dass wusstest du nicht!

Im kurzen Spiel trifft der Schläger auf den Ball mit einem Winkel von circa 2–5° (Bild 5). Mit einer sehr rudimentären Winkelberechnung stellen wir fest, dass der Schläger zehn Zentimeter vor dem Ball kaum einen Zentimeter in der Luft ist. So wirst Du, wenn der tiefste Punkt des Schwungs nach dem Ball sein sollte, auf jeden Fall etwas Gras vor dem Ball berühren! Damit Du aber nicht immer im Gras hängen bleibst, haben Wedge-Hersteller veine geniale Erfindung gemacht: Den Bounce-Winkel (Bild 6). Wenn zuerst die hintere Kante des Schlägers den Boden berührt, springt der Schläger tatsächlich nach vorne. Doch „Bounce“ ist eigentlich das falsche Wort. „Slide“ (gleiten) wäre sehr viel besser und genau das, was der Schläger tun soll. Ein Standard Bounce ist circa 10°. Wenn du deine Hände allerdings 10° vor dem Ball neigst, hast du diesen Winkel eleminiert. Triffst Du nun auch nur einen Zentimeter vor dem Ball den Boden, wirst du mit der vorderen Kante des Schlägers hängenbleiben.Auch ein Grund, die Ballposition nicht so weit nach rechts zu wählen!

Ubung5und6 - Unter den Ball kommen - Golfmärchen

Pauls Fazit

Das Wedge-Spiel wird seit Jahren vernachlässigt und einfach falsch beigebracht. Mit ein wenig Klarheit über die wahren Einflussfaktoren, kannst Du nun anfangen herauszufinden wie das Treffen wirklich funktioniert und zu beeinflussen ist.