
US-Kapitän Keegan Bradley hat seine sechs Wild Card Picks für den Ryder Cup in New York vergeben und dabei für mehrere Überraschungen gesorgt.
Es war die große Frage der letzten Tage und Wochen: Wird sich US-Ryder-Cup-Captain Keegan Bradley selbst eine Wild Card geben oder nicht? Wird er in New York auf dem Bethpage Black Course der erste Playing Captain seit Arnold Palmer 1963. Jetzt haben wir eine Antwort: Er hat es nicht getan. Stattdessen hat der 39 Jahre alte Bradley zu den bereits qualifizierten Harris English, Xander Schauffele, Scottie Scheffler, J.J. Spaun, Bryson DeChambeau und Russell Henley sechs andere Spieler ausgewählt, mit denen vielleicht nicht alle gerechnet hätten.
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Ryder Cup Team USA: Justin Thomas ist der erste Pick
Keine große Überraschung: Als ersten Pick hat Keegan Bradley Justin Thomas ausgewählt. Als dreifacher Ryder-Cup-Teilnehmer (2018, 2021 und 2023) ist Thomas der erfahrenste aller Spieler, die eine Wild Card erhielten. Der 32-Jährige, in der Weltrangliste auf Platz fünf, hatte nur hauchzart die direkte Qualifikation für Team USA verpasst. Nun wird der emotionale Leader also auch in New York aufteen.
Auch Collin Morikawa galt als sicherer Pick
Genau wie bei Justin Thomas war auch bei Collin Morikawa zu erwarten gewesen, dass der zweifache Majorsieger einen Captains-Pick erhält. Auch wenn der 28-Jährige derzeit nicht in absoluter Topform ist, bleibt er einer der besten Ballstriker der Welt. Für Morikawa ist es nach 2021 in Whistling Straits und 2023 in Rom der dritte Ryder Cup.
Ben Griffin: Ein Rookie beim Ryder Cup
In seiner Pressekonferenz hatte Keegan Bradley klargestellt, wie schwer es für einen Rookie ist, sich in ein Ryder-Cup-Team zu spielen, wenn er sich nicht direkt qualifiziert. Umso mehr zeigt die Wild Card für Ben Griffin, was für eine unglaubliche Saison der 29-Jährige gespielt hat. Zwei Siege, dazu ein zweiter Platz: Ben Griffin zählte in dieser Saison zu den besten Spielern der PGA Tour und dennoch hatten ihn nicht alle Experten als sicheren Pick ausgemacht. Verdient ist seine Nominierung aber allemal.
Cameron Young: Ein zweiter Rookie im Team
Genau wie Ben Griffin ist mit Cameron Young (28) ein weiterer Rookie im Team der USA dabei. Auch er war kein Kandidat, den jeder zu 100 % im Team gesehen hat, der sich aber in einer unglaublichen Form befindet. Das letzte reguläre Turnier der Saison, die Wyndham Championship, gewann Young, die drei FedEx-Cup-Playoff-Events danach beendete er als Fünfter, Elfter und Vierter. Ihn nicht mitzunehmen, wäre aus rein sportlicher Sicht eine eigenartige Entscheidung gewesen.
Patrick Cantlay: Einer der besten USA-Spieler in Rom
Ein No-Brainer! Dass Patrick Cantlay in New York dabei sein würde, war spätestens nach seinem Fast-Sieg bei der Tour Championhsip ungefähr so klar wie die Entscheidung für Justin Thomas. Durch „Hut-Gate“ wurde er in Rom zu einer der Hauptfiguren, zeigte dort als einer von wenigen amerikanischen Spielern, aber auch sportlich eine ansprechende Leistung. Auch der 33-Jährige ist nach 2021 und 2023 bereits zum dritten Mal dabei und zählt somit schon zu den erfahreneren Spielern.
Sam Burns: Formstärke zählt für Bradley
Sam Burns zählte zu den Kandidaten, die an der Schwelle standen, einen Platz im Team zu erhalten oder nicht ausgewählt zu werden. Als gerade einmal 16. im Ryder-Cup-Ranking waren mit Maverick McNealy (10.) Brian Harman (12.) und Andrew Novak (13.) gleich drei Spieler vor ihm, die keine Wild Card erhielten. Der Trumpf von Burns: Er ist in wirklich guter Form (Vierter bei der BMW Championship, Siebter bei der Tour Championship) und hat in Rom zudem bereits einen Ryder Cup gespielt. Auch sonst zeigte Burns eine wirklich gute Saison. Seinen letzten Cut hatte er Anfang April verpasst.
Team USA beim Ryder Cup: Erfahrung und Formstärke
Deutlich wird mit den Picks von Keegan Bradley vor allem eines: Der Ryder Cup Captain setzt neben einem Hauch Erfahrung vor allem auf absolute Formstärke. Auf große Namen statt auf Perfomance gesetzt zu haben, kann sich der 39-Jährige jedenfalls nicht nachsagen lassen. Die Verkündung der europäischen Wild Cards findet übrigens am kommenden Montag statt. Dann wird Luke Donald verkünden, welche weiteren sechs Spieler mit nach New York kommen.
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