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GolfGolftraining

Golftraining – Wie geht der Pitch?

12. Juni 2025

Zu fett, zu dünn, zu kurz, zu lang, zu hoch: Den perfekten Pitch zu spielen, ist nicht immer einfach.

Wenn euch dieser Schlag, bei dem ihr viel Selbstvertrauen braucht, aber gelingt, ist nicht nur das Ergebnis, sondern auch das Gefühl beim anschließenden Putt umso befriedigender. Bevor wir aber ins Wie einsteigen, lohnt sich ein kurzer Blick auf das Was: Was genau ist eigentlich ein Pitch? Die Frage mag banal wirken, ist aber entscheidend, um diesen sensiblen Schlag wirklich zu verstehen.

Unterschied Chip & Pitch

Genau wie beim Chip gibt es auch beim Pitch nicht nur die eine Variante. Viele, vielleicht auch einige von euch, unterscheiden beide Schläge einfach danach, wie hoch der Ball fliegt. Flacher Ballflug = Chip, hoher Ballflug = Pitch, nicht wahr? Falsch! Die Höhe des Ballflugs hat nichts damit zu tun, ob es sich um einen Chip oder Pitch handelt. Denn wie ihr bereits von den Trainingstipps aus der letzten Ausgabe wisst, könnt ihr durchaus auch einen hohen Chip spielen. Genauso gibt es auch einen flachen Pitch! Der Unterschied beider Schläge liegt vielmehr darin, mit wie viel Tempo, Hebel und Spin ihr den Ball schlagt. Einige von euch haben sicherlich gerade vor Augen, wie die Nummer 1 der Welt, Scottie Scheffler, rund ums Grün agiert. Oftmals spielt der Amerikaner einen flachen Ball mit viel Tempo in Richtung Fahne, der recht lange fliegt, dann ein- bis zweimal springt und wie auf Kommando stoppt. Ja, das ist ein Pitch. Kein langer 90-Meter-Schlag mit dem Sand-Wedge, aber ein flacher Pitch. Anders als beim flachen Chip, der nur etwa 20 % der Strecke fliegt und 80 % rollt, hat der flache Pitch deutlich mehr Backspin und kommt viel schneller zum Liegen.

Ablauf beim Pitch

Hier seht ihr den Bewegungsablauf des Pitchs in seinen einzelnen Hebelkomponenten

So spielt ihr den Pitch

Generell könnt ihr euch – egal, ob ihr einen Standard-Pitch, die flache oder die hohe Variante spielt – folgende Dinge merken:

  1. Anders als beim Chip ist die Bewegung beim Pitch mit mehr Tempo verbunden, damit man so auch ausreichend Spin auf den Ball zu bekommen

  2. er Pitch ist ein Zwei-Hebel-Schlag. Anders als der Chip, der leicht an eine Putt-Bewegung erinnert, geht ihr beim Ausholen mindestens einen Schritt (einen Hebel) weiter.

  3. Es gilt grundsätzlich: Die Ausholbewegung muss, je nachdem wie lang ihr den Ball fliegen lassen wollt, größer oder kleiner sein

  4. Der linke Arm bleibt den kompletten Schlag über gestreckt

  5. Das Gewicht ist bereits im Set-up zu etwa 60 % auf dem vorderen Bein und verlagert sich beim Abschwung weiter nach vorn, sodass es im Treffmoment zu mindestens 80 % auf dem vorderen Bein liegt

  6. Bei einem normalen Pitch schwingt ihr etwa genauso lange durch, wie ihr ausgeholt habt (Ausnahme folgt) 7 Achtet zudem darauf, dass eure Körpermitte und euer Kopf nicht unten bleiben und auf die Stelle zeigen, an welcher der Ball liegt, sondern mit dem Ball mitgehen. Heißt: Die Gürtelschnalle oder der Bauchnabel sollten am Ende des Schlags zum Ziel zeigen

Der Standard-Pitch

Beachtet beim klassischen Pitch – den ihr in allen Situationen spielen könnt, solange ihr etwas Grün zum Arbeiten habt – folgende Dinge:

  1. Der Ball befindet sich in der Mitte eures Standes

  2. Das Griffende ist ebenfalls mittig und zeigt auf euren Bauchnabel

  3. Wählt ein Wedge mit viel Loft, etwa ein Sand-Wedge

Häufige Fehler

Der flache Pitch

Beachtet beim flachen Pitch – den ihr in der Regel dann spielt, wenn ihr dicht zur Fahne liegt, aber viel Grün zum Arbeiten habt – auf folgende Dinge:

  1. Der Ball befindet sich weiter hinten im Stand

  2. Das Griffende zeigt zu eurer vorderen Hüfte

  3. Wählt einen Schläger mit etwas weniger Loft, etwa ein Gap-Wedge oder Pitching-Wedge und macht dafür einen kürzeren Schwung als beim Standard-Pitch

Der hohe Pitch

Beachtet beim hohen Pitch – den ihr in der Regel dann spielt, wenn ihr wenig Grün zum Arbeiten habt, den Ball also möglichst sofort zum Stoppen bringen wollt – auf folgende Dinge: 

  1. Der Ball befindet sich im Stand weiter vorne

  2. Das Griffende zeigt leicht zur hinteren Hüfte

  3. Wählt einen Schläger mit maximalem Loft, etwa ein Sand- Wedge oder ein Lob-Wedge und macht dafür einen längeren Schwung, da der Ball höher fliegen soll

DER PROFISCHLAG NR. 1: Der flache Pitch mit besonders viel Spin

Das ist der Schlag, den ich im ersten Absatz angesprochen habe und den wohl jeder von euch beherrschen möchte. Der flache Pitch mit viel Spin, der kurz hüpft und dann, wie aus dem Nichts, liegen bleibt. Wie ihr ihn spielt? Im Grunde genommen wie den „normalen“ flachen Pitch, mit einigen Ausnahmen:

  1. Der Eintreffwinkel muss steil sein, sodass ihr von weiter oben an den Ball kommt

  2. Der Schwung ist im Durchschwung stark verkürzt. Ihr holt weiter aus als beim „normalen“ flachen Pitch und schwingt nach vorne durch, stoppt aber kurz nach dem Ballkontakt für eine maximale Reibung schnell ab

  3. Denkt daran, mit ordentlichem, also viel Tempo durch den Ball zu gehen, seid mutig!

  4. Um wirklich viel Spin auf den Ball zu bekommen, braucht ihr gute, neue Wedges und gute neue Bälle!

DER PROFISCHLAG NR. 2: Der Lob Shot / Flop Shot

Auch dieser Schlag sieht elegant und lässig aus, wenn man ihn beherrscht und kann gerade in Situationen, in denen ihr aus kurzer Distanz über den Bunker spielen müsst, wirklich helfen. Wie ihr ihn spielt? Im Grunde genommen wie den „normalen“ hohen Pitch, mit folgenden Ausnahmen:

  1. Nehmt euren Schläger mit dem größten Loft und dreht die Schlagfläche zusätzlich noch etwas auf

  2. Die Ballposition sollte so weit wie möglich vorn sein

  3. Denkt auch hier daran, mit viel, also noch mehr Tempo durch den Ball zu gehen, damit ihr den Ball nicht unterschlagt. Seid mutig!

Der Step Drill

Zum Abschluss habe ich noch einen richtig guten Tipp für euch. Warum? Weil ich als Pro oft beobachte, dass viele Spieler beim Pitchen Probleme mit der Gewichtsverteilung haben. Klar, es reicht nicht, einfach nur zu sagen: „Im Treffmoment sollten 80?% des Gewichts auf dem vorderen Bein liegen.“ Das klingt logisch, ist aber nicht so leicht umzusetzen. Genau deshalb habe ich eine effektive Übung für euch: den Step Drill – ideal, um dieses Gefühl im Schwung zu verinnerlichen.

  1. Hier stellt ihr euch mit geschlossenen Füßen (Beinen) so an den Ball, dass dieser auf der Höhe des vorderen Fußes oder sogar noch leicht davor liegt 

  2. Holt nun zu einem normalen Pitch aus

  3. Euer Abschwung leitet dann einen Step (also einen Schritt) ein. Den Schritt macht ihr mit dem vorderen Bein, an dem der Ball lag, in Richtung Ziel

  4. Versucht den Ball nun möglichst sauber zu treffen – ihr werdet merken, dass euer Gewicht sich automatisch auf das vordere Bein verlagert hat 

Lasst euch nicht entmutigen, wenn der Ball anfangs nicht perfekt getroffen wird. Viel wichtiger ist, dass ihr ein Gespür dafür entwickelt, wie sich die Gewichtsverlagerung im Schwung anfühlt.

Schaut euch unsere Trainingstipps auch als Videos bei Social Media an.

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