
The Masters 2026 ist nach Runde drei wieder völlig offen. Rory McIlroy verliert am Samstag seinen großen Vorsprung, während Cameron Young mit einer 65 zur Spitze aufschließt. Sam Burns bleibt dicht dran, Shane Lowry setzt das Highlight des Tages, und Augusta öffnet den Finaltag für mehrere Titelkandidaten.
Der Samstag kippt das Turnier im Augusta National
Der dritte Tag bei The Masters 2026 hat das bis dahin klare Bild aufgebrochen. Rory McIlroy geht mit sechs Schlägen Vorsprung in den Samstag, kommt aber nur auf eine 73. Damit teilt er sich die Führung vor dem Finaltag nun mit Cameron Young bei elf unter Par.
Direkt dahinter folgt Sam Burns mit zehn unter. Shane Lowry liegt bei neun unter, Justin Rose und Jason Day bei acht unter. Augusta National führt das Turnier damit in ein deutlich engeres Finale, als es nach 36 Löchern zu erwarten war.
Cameron Young nutzt die offene Tür
Cameron Young spielt die Runde des Tages. Seine bogeyfreie 65 löscht einen Rückstand von acht Schlägen und bringt ihn in die Schlussgruppe am Sonntag. Aus einem Verfolger wird damit ein Spieler auf Augenhöhe.
Young wirkt dabei nicht wie ein Außenseiter. Vielmehr präsentiert er sich als Profi mit stabilem Lauf und klarem Selbstvertrauen. Gerade auf einer Bühne wie Augusta ist das ein Faktor, der den Finaltag entscheidend prägen kann.
McIlroy verliert in Augusta die Ordnung
McIlroys Samstag hat zwei Gesichter. Zunächst verwaltet er seine Lage ordentlich. Dann verliert er in Amen Corner die Linie. Das Doppelbogey an der 11 und ein weiterer Schlagverlust an der 12 kosten ihn die klare Führung.
Zwar fängt er sich mit Birdies an der 14 und 15 noch einmal. Doch das Bogey an der 17 nach einem verfehlten Fairway verhindert, dass er den Tag als alleiniger Spitzenreiter beendet. Genau das verändert die Dramaturgie für Sonntag. Aus einer Runde zum Kontrollieren wird wieder ein echter Titelkampf.
Sam Burns bleibt direkt dahinter
Fast ein wenig im Schatten des Spitzenduells hält sich Sam Burns in hervorragender Position. Seine 68 ist bogeyfrei und bringt ihn auf zehn unter Par. Damit steht Burns nur einen Schlag hinter dem Führungsduo.
Für den Finaltag ist das eine starke Ausgangslage. Burns muss nicht mit Gewalt angreifen. Stattdessen kann er mit einem frühen Birdie sofort Druck auf die Schlussgruppe aufbauen. Genau diese Nähe zur Spitze macht ihn zu einem sehr ernsthaften Faktor.
Shane Lowry liefert den Moment des Tages
Der auffälligste Moment des Samstags kommt von Shane Lowry. Der Ire spielt an der 6 ein Hole-in-one und schreibt damit Turniergeschichte. Zugleich hält ihn seine 68 mit neun unter mitten im Rennen.
Das Ass ist also mehr als nur eine spektakuläre Szene. Es bringt Lowry in direkte Schlagdistanz zur Spitze. Augusta bekommt damit am Moving Day genau jene Mischung aus Spektakel und sportlicher Verdichtung, die den Finaltag nun so offen macht.
Scheffler meldet sich zurück
Scottie Scheffler scheint nach dem Freitag fast aus dem Titelkampf gefallen. Doch seine bogeyfreie 65 bringt ihn zurück auf sieben unter Par. Damit bleibt er vier Schläge hinter McIlroy und Young.
Auf einem Platz wie Augusta ist dieser Abstand am Sonntag jedoch nicht zu groß. Vorne reichen wenige Fehler, damit sich das Bild schnell verändert. Schefflers dritte Runde ist deshalb nicht nur Schadensbegrenzung, sondern ein echter Wiedereinstieg in The Masters 2026.
Die Startzeiten für den Sonntag und der Druck für McIlroy
Die Schlussgruppe bilden am Finaltag Cameron Young und Rory McIlroy. Laut offizieller Pairings-Liste starten sie um 20:25 Uhr. Davor gehen Sam Burns und Shane Lowry um 20:14 Uhr raus, Jason Day und Justin Rose um 20:03 Uhr.
Diese Konstellation erhöht den Druck auf McIlroy zusätzlich. Mehrere erfahrene Spieler können direkt vor ihm scoren und früh ein Zeichen setzen. Augusta erlaubt am Sonntag selten langes Abwarten. Wer vorne steht, muss rasch in den eigenen Rhythmus finden.
Warum der Finaltag so offen ist
Für Sonntag spricht vieles dafür, dass mehr als nur zwei Spieler eine Rolle spielen. Realistisch richtet sich der Blick vor allem auf:
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Cameron Young
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Rory McIlroy
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Sam Burns
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Shane Lowry
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Justin Rose
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Jason Day
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Scottie Scheffler
Gerade weil McIlroy seine große Führung bereits eingebüßt hat, wird der Finaltag weniger über Vorsprung als über Stabilität entschieden. Wer auf den ersten neun Löchern ruhig bleibt und auf den zweiten neun die Par-5-Löcher sauber spielt, hat die beste Chance.
Augusta verlangt Präzision statt Dramatik
Der Samstag zeigt noch einmal, wie schmal die Grenze in Augusta ist. Ein paar verfehlte Abschläge genügen, und aus Kontrolle wird sofort Druck. McIlroy fällt am dritten Tag besonders mit fehlender Genauigkeit vom Tee auf, während Young fast fehlerfrei bleibt.
Für Sonntag heißt das: Der Titel wird kaum durch eine einzelne Heldenszene entschieden. Viel wahrscheinlicher ist, dass am Ende der Spieler gewinnt, der die falschen Zahlen vermeidet. Amen Corner bleibt der neuralgische Bereich. Außerdem werden die Löcher 15 bis 18 erneut darüber entscheiden, ob jemand angreift oder nur noch reagiert.
The Masters 2026 steuert auf ein offenes Finale zu
Vor dem Finaltag bleibt McIlroy Mitfavorit, aber nicht mehr der klare Mann des Turniers. Cameron Young hat sich mit seiner 65 auf Augenhöhe gebracht. Sam Burns lauert direkt dahinter, Shane Lowry bringt Momentum mit, und Scottie Scheffler ist wieder in Reichweite.
Das macht The Masters 2026 so spannend. Nicht der Führende gibt den Ton vor, sondern das Zusammenspiel aus Nerven, Platzmanagement und Timing. Wer am Ende das Green Jacket holt, wird den Sonntag in Augusta wohl nicht mit Glanz gewinnen, sondern mit der saubersten Runde im entscheidenden Moment.
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