
The Masters 2026 ist mit einem engen und anspruchsvollen Auftakt gestartet. Rory McIlroy und Sam Burns führen nach Runde eins in Augusta bei fünf unter Par. Dahinter bleiben mehrere Topnamen in Schlagdistanz. Vor allem der Freitag verspricht Spannung, denn trockene und schnelle Bedingungen dürften den Platz noch heikler machen.
McIlroy startet stark in Augusta
Rory McIlroy eröffnete The Masters 2026 mit einer 67 und legte damit seinen besten Masters-Start seit 2011 hin. Das ist mehr als eine gute Zahl. Es verändert die Perspektive für Runde zwei deutlich, weil McIlroy diesmal nicht als Jäger, sondern als Titelverteidiger in den Freitag geht. Reuters zitierte ihn mit der Einschätzung, dass ein bereits gewonnener Masters-Titel den Weg zum nächsten erleichtern könne.
Seine Runde wirkte dabei auffällig kontrolliert. Der Beginn war nicht makellos, doch gerade das macht die 67 belastbar. McIlroy stabilisierte sich im Verlauf der Runde, nutzte die Par-5-Löcher und hielt die Fehler klein. In Augusta ist genau diese Mischung oft wertvoller als spektakuläre Serien.
Sam Burns bleibt auf Augenhöhe
Sam Burns führt nicht zufällig gemeinsam mit McIlroy. Seine Runde war taktisch sauber und passte ideal zu den Bedingungen auf dem Platz. Laut Reuters hatte Burns die Strategie mit seinem Caddie präzise vorbereitet. Das ist in Augusta entscheidend, weil hier nicht nur die Schlagqualität zählt, sondern vor allem die richtige Zone auf Fairways und Grüns.
Burns vermied genau jene Fehler, die auf diesem Platz schnell zu einer defensiven Runde zwingen. Deshalb geht er mit einer ebenso starken wie glaubwürdigen Ausgangslage in den Freitag. Bei The Masters 2026 ist das nach einem ersten Tag auf firmem Untergrund ein klarer Vorteil.
Augusta zeigt am Freitag seine Härte
Augusta National präsentierte sich schon am Donnerstag fest und schnell. Auch für Freitag rechnet die offizielle Wetterprognose mit Sonne, trockenen Bedingungen, Temperaturen nahe 80 Grad Fahrenheit und leichtem Wind. Für den Platz bedeutet das meist noch mehr Roll, schmalere Landefenster und zusätzlichen Druck auf das kurze Spiel.
Shane Lowry sprach laut Reuters bereits von einem womöglich besonders schweren Masters. Deshalb dürfte der zweite Tag weniger ein Freitag der großen Aufholjagden werden als ein Tag der Schadensbegrenzung. Wer in Augusta auf der falschen Grünebene landet, zahlt schnell den Preis.
Scheffler und die Verfolger bleiben dran
Scottie Scheffler liegt nach Runde eins in genau jener Zone des Leaderboards, aus der in Augusta viel möglich ist. Offiziell wird er vor Runde zwei bei drei unter Par geführt und bleibt damit in direkter Schlagdistanz zur Spitze. Auch Justin Rose, Shane Lowry und Xander Schauffele hielten den Kontakt.
Gerade für Scheffler wirkt die Ausgangslage stabil. Er braucht am Freitag keine außergewöhnliche Runde, sondern vor allem seine übliche Mischung aus Geduld, Präzision und Kontrolle. Auf einem Platz, der sich im Turnierverlauf eher zuspitzt als öffnet, ist das eine belastbare Währung.
Auch Patrick Reed, Jason Day und Kurt Kitayama bleiben mit ihren 69er-Runden in einer Position, aus der ein Angriff realistisch ist. Reed hat zudem gezeigt, wie schnell Augusta Momentum erzeugen kann, wenn die Lage auf den Grüns stimmt.
Frühe Schlagverluste erhöhen den Druck
Der Donnerstag brachte bei The Masters 2026 aber auch klare Rückschläge. Bryson DeChambeau fiel nach Problemen auf dem 11. Loch auf eine 76 zurück. Jon Rahm kam nur auf plus vier. Auch Patrick Cantlay geriet früh unter Druck. Damit sind diese Namen nicht aus dem Rennen, doch ihr Spielraum ist vor Runde zwei deutlich kleiner geworden.
Gerade auf einem trockenen Augusta-Kurs verzeiht das Leaderboard größere Rückstände nur selten. Wer schon über Par liegt, muss früh in den Rhythmus finden, bevor Amen Corner oder die Schlusslöcher den Abstand weiter vergrößern.
Diese Startzeiten sind am Freitag wichtig
Für Runde zwei spielt auch die Verteilung der Startzeiten eine Rolle. Offiziell geht Scottie Scheffler am Freitag um 10:19 Uhr Ortszeit auf die Runde. Rory McIlroy startet um 13:44 Uhr Ortszeit. In Augusta kann das einen Unterschied machen, weil der Platz am Morgen oft etwas aufnahmefähiger ist, während er am Nachmittag härter reagiert.
Für McIlroy bedeutet das: Er verteidigt seine Führung voraussichtlich unter etwas anspruchsvolleren Bedingungen als manche direkte Verfolger. Genau deshalb bekommt der Freitag bei The Masters 2026 zusätzliches Gewicht.
Was vor Runde zwei zählt
Vor dem zweiten Tag spricht vieles für ein enges, aber heikles Bild. McIlroy und Burns haben sich die beste Ausgangslage erspielt. Dahinter stehen Scheffler und mehrere weitere Topnamen nah genug, um sofort Druck aufzubauen. Gleichzeitig deuten Wetter und Platzzustand nicht auf einen einfachen Freitag hin.
Gerade deshalb dürfte Runde zwei bei The Masters 2026 weniger über Glanzmomente als über Disziplin entschieden werden. Wer die Par-5-Löcher nutzt, Fehler auf den langen Par 4s begrenzt und die falschen Zahlen vermeidet, verschafft sich in Augusta den entscheidenden Vorteil. Der Freitag wird das Turnier womöglich noch nicht entscheiden. Er dürfte aber sehr klar zeigen, wessen Spiel diese Woche wirklich trägt.
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