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Golf

The Masters 2026: McIlroy zieht davon – aber Augusta bleibt tückisch

11. April 2026April 30th, 2026
Rory McIlroy dominiert The Masters 2026
Rory McIlroy geht am Freitag mit 6 Schlägen in Führung (Foto:Getty Images)

The Masters 2026 kippt nach Runde zwei klar in Richtung Rory McIlroy, der sich in Augusta deutlich absetzt. Ganz durch ist die Sache aber noch lange nicht. Denn Augusta wäre nicht Augusta, wenn der Platz am Samstag nicht noch ein paar fiese Wendungen parat hätte.

Der Freitag in Augusta sortiert alles neu

Der zweite Tag bei The Masters 2026 hat das Feld ordentlich durcheinandergewirbelt. Rory McIlroy bringt eine 65 ins Clubhaus und liegt zur Halbzeit bei zwölf unter Par. Sam Burns und Patrick Reed folgen mit sechs unter. Dahinter stehen Justin Rose, Shane Lowry und Tommy Fleetwood bei fünf unter.

Damit nimmt McIlroy einen Vorsprung mit ins Wochenende, den es so zur Halbzeit beim Masters noch nie gegeben hat. Das ist ein Statement. Und zwar kein kleines.

McIlroy dreht auf den letzten Löchern auf

Bis zur 12 sah es noch nach einem offenen Wochenende aus. McIlroy lag zu diesem Zeitpunkt gleichauf mit Reed. Dann kam der Schub. Und was für einer.

Sechs Birdies auf den letzten sieben Löchern machen aus einer engen Ausgangslage plötzlich eine klare Führung. Vor allem der Chip-in an der 17 bleibt hängen. Dazu kommt starkes Wedge-Spiel auf den Schlussbahnen. Genau diese Mischung gibt der Runde ihren Charakter.

Nach der Runde sagt McIlroy, dass sich die zusätzlichen Augusta-Besuche in den vergangenen Wochen und die intensive Arbeit rund ums Grün bezahlt gemacht hätten. Das sieht man. Er wirkt vorbereitet, ruhig und erstaunlich klar in seinen Entscheidungen.

Hinter McIlroy bleibt es eng

So deutlich die Spitze aussieht, dahinter ist noch einiges in Bewegung. Rose, Lowry und Fleetwood stehen bei fünf unter Par. Das ist genau die Position, aus der Du mit einer frühen 68 sofort Druck aufbauen kannst.

Justin Rose mit einem perfekten Bunkerschlag beim THe Masters 2026

Dazu kommen Tyrrell Hatton nach einer 66, Jason Day und Cameron Young mit jeweils 140 Schlägen sowie Kristoffer Reitan, Wyndham Clark und weitere Spieler in Reichweite. Heißt: Hinter McIlroy ist das Turnier alles andere als entschieden.

Wenn vorne also nur ein kleiner Fehler passiert und hinten jemand heiß läuft, kann sich das Bild schnell wieder verändern.

Scheffler hat sich selbst viel Arbeit eingebrockt

Für Scottie Scheffler läuft der Freitag deutlich schlechter. Der Weltranglistenerste findet nie richtig in den Rhythmus, spielt 74 und liegt jetzt bei Even Par. Damit ist er vor dem Moving Day zwölf Schläge hinter McIlroy.

Rechnerisch ist das in Augusta nicht unmöglich. Realistisch betrachtet ist es aber eine schwere Aufgabe. Vor ihm stehen zu viele Spieler, die Erfahrung mitbringen, den Platz kennen und wissen, wie man ein Major übers Wochenende zusammenhält.

Der Cut zieht eine harte Linie

Auch nach unten hat der Freitag klare Verhältnisse geschaffen. Die Cut-Linie fällt bei vier über Par. 54 Spieler bleiben im Turnier.

Bryson DeChambeau verpasst das Wochenende nach einem Triple-Bogey an der 18. Cameron Smith und J.J. Spaun sind ebenfalls raus. Augusta zeigt also auch an einem Tag mit besseren Scores, wie schnell der Platz zuschlägt, wenn Du an der falschen Stelle danebenliegst.

Warum sich der Platz am Freitag anders spielte

Die Bedingungen halfen offensivem Golf stärker als noch am Donnerstag. Es war wärmer, heller und trockener. Einige Fahnen standen zudem etwas einladender für Risk-and-Reward-Attacken. Das sorgte an mehreren Löchern für niedrigere Scores.

McIlroys 65 wird dadurch aber nicht kleiner. Im Gegenteil. Viele profitieren von den besseren Bedingungen, aber nur einer nutzt sie so konsequent. Genau das mache den Unterschied.

Was am Samstag entscheidend wird

Für Runde drei spricht vieles für einen noch schnelleren Platz. Das heißt meistens: mehr Geschwindigkeit auf den Grüns, mehr Druck bei den Annäherungen und noch weniger Spielraum auf den falschen Ebenen zu landen.

Wer McIlroy angreifen will, muss früh scoren. Gleichzeitig darfst Du Dir auf den zweiten Neun keine Ausrutscher leisten. Genau dort kippen in Augusta Runden oft innerhalb weniger Minuten. Das ist der Reiz dieses Platzes. Du kannst Dich sicher fühlen – und plötzlich ist alles wieder offen.

Die Schlussgruppe steht unter Spannung

McIlroy und Burns gehen am Samstag um 20:28 Uhr deutscher Zeit in der letzten Gruppe raus. Reed und Rose davor um 20:39 Uhr, Lowry und Fleetwood um 20:28 Uhr.

Für die Verfolger reicht es deshalb nicht, einfach nur solide zu spielen. Sie brauchen Birdies. Und wahrscheinlich auch diesen einen Moment, der das Publikum mitnimmt und Dynamik erzeugt. In Augusta kann genau so etwas eine Runde kippen lassen

McIlroys Aufgabe ist klarer. Er darf nicht anfangen zu verwalten. Er muss weiter aktiv bleiben. Genau das kündigt er nach der Runde auch an.

Die Ausgangslage vor Runde drei

Vor dem dritten Tag ist die Lage ziemlich klar – und trotzdem spannend. McIlroy hat das Turnier am Freitag an sich gerissen und geht als Maßstab in den Samstag. Burns und Reed müssen sofort Druck machen. Rose, Lowry und Fleetwood brauchen eine Runde im mittleren 60er-Bereich. Und Scheffler darf sich praktisch keinen Fehler mehr erlauben.

Augusta National hat das Turnier nach zwei Tagen auf einen Mann zugespitzt. Genau deshalb wird der Samstag so interessant. Entweder wächst daraus ein kontrollierter Titelkampf für McIlroy. Oder die ersten sechs Löcher öffnen die Tür noch einmal.

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