
Team Europe hat beim Solheim Cup 2026 erstmals die Führung übernommen. In den Foursomes am Samstagvormittag holten die Europäerinnen drei der vier möglichen Punkte und gehen mit einem 7:5 gegen die USA in die Fourballs am Nachmittag. Mittendrin: Esther Henseleit, die gemeinsam mit Leona Maguire auch ihr zweites Match bei Bernardus Golf gewann.
Nach dem komplett ausgeglichenen Freitag begann der zweite Tag beim Solheim Cup praktisch wieder bei null. 4:4 hatte es nach den ersten acht Matches gestanden. Am Samstagvormittag gelang es Team Europe dann erstmals, sich etwas abzusetzen. Und ausgerechnet das bis dahin stärkste amerikanische Duo musste den ersten Rückschlag hinnehmen.
Korda und Corpuz verlieren erstmals
Nelly Korda und Allisen Corpuz waren mit einer beeindruckenden Bilanz in den Samstag gestartet. Fünf gemeinsame Foursomes hatten die beiden Amerikanerinnen beim Solheim Cup bestritten, fünf davon gewonnen. Am Freitag hatten sie Charley Hull und Lottie Woad noch deutlich mit 4&3 bezwungen.
Gegen Maja Stark und Linn Grant endete diese Serie. Das schwedische Duo setzte sich durch und brachte Europa einen wichtigen Punkt. Für Korda und Corpuz war es die erste Niederlage überhaupt in einem gemeinsamen Solheim-Cup-Foursome.
Auch dahinter lief es zunächst für die Gastgeberinnen. Die Rookies Mimi Rhodes und Nastasia Nadaud bestätigten ihren starken Eindruck vom Freitag und bezwangen Andrea Lee und Auston Kim deutlich mit 4&3. Damit war klar: Europa würde erstmals bei diesem Solheim Cup mit einer Führung aus einer Session gehen.
Henseleit und Maguire machen den nächsten Punkt
Esther Henseleit bleibt bei ihrem zweiten Solheim Cup weiter auf Erfolgskurs. Wie bereits am Freitagvormittag schickte Kapitänin Anna Nordqvist die Hamburgerin gemeinsam mit Leona Maguire auf den Platz. Das Duo hatte zum Auftakt Andrea Lee und Lindy Duncan mit 2 auf geschlagen und funktionierte auch im zweiten gemeinsamen Foursome.

Leona Maguire und Esther Henseleit jubeln nach ihrem Sieg am 18. Loch im Samstags-Foursome des Solheim Cup 2026. (Foto: David Cannon/LET)Gegen Jennifer Kupcho und Rose Zhang entwickelte sich allerdings ein deutlich engeres Match. Erst auf den Schlusslöchern fiel die Entscheidung. Maguire und Henseleit gewannen zwei der letzten drei Löcher und sicherten sich den Punkt mit 1 auf.
Für Henseleit bedeutet das eine bislang makellose Bilanz: zwei Matches, zwei Siege, zwei Punkte für Europa.
Auch für Maguire war der Erfolg bemerkenswert. Die Irin erreichte damit ihren zehnten Sieg in einem Solheim-Cup-Match – und benötigte dafür weniger Partien als jede Spielerin vor ihr.
USA verhindern noch deutlichere Führung
Den einzigen amerikanischen Punkt des Vormittags holten Alison Lee und Lauren Coughlin. Gegen Charley Hull und Lottie Woad ließen sie wenig anbrennen und gewannen deutlich mit 6&5. Für Hull und Woad war es nach der Niederlage gegen Korda und Corpuz am Freitag bereits die zweite klare Foursomes-Niederlage. Gemeinsam hatten die beiden Engländerinnen am Freitagnachmittag immerhin noch einen halben Punkt im Fourball geholt.
Unterm Strich ging die Samstagvormittags-Session dennoch klar mit 3:1 an Europa. Aus dem 4:4 nach dem ersten Tag wurde damit ein 7:5 für Team Europe.
Europa mit Rückenwind in die Fourballs
Die Führung ist noch lange keine Vorentscheidung. Am Samstagnachmittag werden in den vier Fourballs weitere vier Punkte vergeben, ehe am Sonntag alle 24 Spielerinnen in den zwölf Einzeln antreten. Für die Europäerinnen ist der Vormittag dennoch ein wichtiges Signal. Nach zwei komplett ausgeglichenen Sessions am Freitag hat das Team von Anna Nordqvist erstmals einen kleinen Vorsprung herausgespielt.
Und Esther Henseleit hat daran erheblichen Anteil. Zwei Einsätze, zwei Siege: Besser hätte der Solheim Cup für die einzige Deutsche im europäischen Team bislang kaum laufen können.
Weitere Beiträge








