
UPDATE nach den Fourballs
Auch nach der zweiten Session bleibt beim Solheim Cup 2026 alles offen. Europa und die USA teilten sich am Freitagnachmittag erneut die vier verfügbaren Punkte. Nach dem 2:2 in den Foursomes endeten auch die Fourballs 2:2. Damit geht der Solheim Cup bei Bernardus Golf mit einem Gesamtstand von 4:4 in den Samstag.
Rhodes und Nadaud holen wichtigen Punkt
Den europäischen Sieg des Nachmittags lieferten zwei Solheim-Cup-Neulinge. Mimi Rhodes und Nastasia Nadaud setzten sich gegen Allisen Corpuz und Auston Kim mit 2&1 durch.
Gerade für Europa war dieser Punkt wichtig. Corpuz hatte am Vormittag noch gemeinsam mit Nelly Korda das Auftaktmatch deutlich gewonnen und dabei die gemeinsame Foursome-Bilanz des US-Duos auf 5:0 ausgebaut. Am Nachmittag konnte Europa die Amerikanerin dagegen stoppen.
Rhodes und Nadaud hielten dem Druck in ihrem ersten Solheim-Cup-Match stand und brachten ihren Vorsprung auf der Schlussphase ins Ziel.
Khang und Lee holen den US-Punkt
Weniger gut lief es erneut für Céline Boutier und Nanna Koerstz Madsen. Nach ihrer Niederlage im Foursome am Vormittag schickte Europas Kapitänin Anna Nordqvist die beiden auch im Fourball gemeinsam auf den Platz.
Gegen Megan Khang und Alison Lee fanden die Europäerinnen jedoch erneut nicht richtig ins Match. Das US-Duo setzte sich deutlich mit 4&3 durch.
Boutier und Koerstz Madsen beenden den ersten Tag damit ohne Punkt aus zwei Einsätzen.
Hull und Woad teilen ihr Match
Charley Hull und Lottie Woad bekamen nach ihrer 4&3-Niederlage gegen Nelly Korda und Allisen Corpuz am Vormittag ebenfalls direkt eine zweite Chance.
Gegen Yealimi Noh und Angel Yin sah es lange nach einem europäischen Punkt aus. Doch die Amerikanerinnen kämpften sich zurück. Vor allem Noh sorgte mit wichtigen Putts dafür, dass die USA das Match noch drehen konnten.
Am Ende wurde geteilt: ½:½.
Damit holte Lottie Woad in ihrem zweiten Match zumindest ihren ersten halben Punkt bei einem Solheim Cup. Für Angel Yin war es zugleich ein gelungenes Comeback. Ihre Einsatzfähigkeit war nach gesundheitlichen Problemen im Vorfeld des Wettbewerbs nicht selbstverständlich gewesen.
Korda kann Europa nicht mehr bezwingen
Das vielleicht spannendste Match des Nachmittags lief ganz hinten. Carlota Ciganda und Solheim-Cup-Debütantin Julia Lopez Ramirez trafen auf Nelly Korda und Lauren Coughlin. Korda hatte am Vormittag gemeinsam mit Corpuz noch für den deutlichsten US-Sieg gesorgt.
Diesmal bekam die Nummer eins der Welt deutlich mehr Gegenwehr. Ciganda und Lopez Ramirez hielten das Match bis zum Schluss offen und verhinderten einen weiteren amerikanischen Punkt. Auch dieses Duell endete geteilt.
Für Korda bedeutet das nach dem ersten Tag eine Bilanz von 1,5 Punkten aus zwei Matches. Gleichzeitig feierte Lopez Ramirez ein gelungenes Solheim-Cup-Debüt und nahm aus ihrem ersten Match direkt einen halben Punkt mit.
Fourballs am Freitag
Charley Hull/Lottie Woad – Yealimi Noh/Angel Yin: geteilt
Céline Boutier/Nanna Koerstz Madsen – Megan Khang/Alison Lee: USA 4&3
Mimi Rhodes/Nastasia Nadaud – Allisen Corpuz/Auston Kim: Europa 2&1
Carlota Ciganda/Julia Lopez Ramirez – Nelly Korda/Lauren Coughlin: geteilt
Fourballs: Europa 2 – USA 2
Nach Tag eins steht es 4:4
Damit haben beide Mannschaften am Freitag exakt die Hälfte der acht möglichen Punkte geholt.
Foursomes: Europa 2 – USA 2
Fourballs: Europa 2 – USA 2
Gesamt: Europa 4 – USA 4
Für Europa dürfte dabei vor allem die Reaktion auf den Vormittag wichtig sein. Nach den beiden ersten Matches hatte das Team von Anna Nordqvist bereits mit 0:2 zurückgelegen. Maja Stark/Linn Grant sowie Esther Henseleit/Leona Maguire verhinderten mit ihren Siegen einen frühen amerikanischen Vorsprung. Am Nachmittag blieb die Partie anschließend komplett offen.
Henseleit mit perfekter Bilanz
Aus deutscher Sicht endet der erste Tag damit erfolgreich. Esther Henseleit wurde nach ihrem Vormittagssieg nicht für die Fourballs aufgestellt und geht deshalb mit einer makellosen Bilanz in den Samstag. Ein Match, ein Sieg, ein Punkt.

Esther Henseleit gewinnt ihr erstes Match beim Solheim Cup 2026 (Foto: LET)
Gemeinsam mit Leona Maguire hatte sie Andrea Lee und Lindy Duncan im Foursome mit 2 Up bezwungen. Besonders wichtig war dabei die Schlussphase: Das europäische Duo brachte das enge Match bis zur 18 und machte dort den Punkt endgültig klar.
Am Samstag beginnt alles wieder bei null
Acht von insgesamt 28 Punkten sind vergeben – und zwischen Europa und den USA gibt es weiterhin keinen Unterschied.
Das erhöht den Druck auf die beiden Sessions am Samstag. Wieder werden zunächst vier Foursomes und anschließend vier Fourballs gespielt, bevor am Sonntag alle 24 Spielerinnen in den zwölf Einzeln antreten.
Für Europa bleibt die Rechnung unverändert: Das Team benötigt 14,5 Punkte, um den Solheim Cup zurückzuholen. Den USA reichen als Titelverteidigerinnen 14 Punkte, weil sie den Cup bei einem 14:14 behalten würden. Nach dem ersten Tag ist davon noch nichts entschieden.
Europa 4, USA 4. Der Solheim Cup 2026 geht völlig offen in den Samstag.
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