
Die Valspar Championship 2026 endet mit einem späten Birdie von Matt Fitzpatrick am Copperhead Course. Stephan Jäger spielt sich mit einer 66 noch in die Top 10 und sorgt aus deutscher Sicht für das beste Ergebnis.
Fitzpatrick entscheidet das Turnier spät
Matt Fitzpatrick gewinnt die Valspar Championship 2026 im Innisbrook Resort and Golf Club in Palm Harbor mit 11 unter Par. Der Engländer bleibt auf seiner Schlussrunde mit einer 68 ohne Bogey und macht den Titel erst am 18. Loch mit einem Birdie perfekt.
David Lipsky wird mit einem Schlag Rückstand Zweiter. Dahinter folgen Jordan Smith auf Rang drei sowie Xander Schauffele, Marco Penge und Sungjae Im in der Verfolgergruppe. Für Fitzpatrick ist es der erste PGA-Tour-Sieg seit 2023. Gleichzeitig ist es die direkte Antwort auf den knapp verpassten Titel bei der Players Championship in der Vorwoche.
Entscheidung auf den Back Nine
Die Schlussrunde bleibt lange offen. Sungjae Im kann seine Führung aus den ersten drei Tagen nicht behaupten, während mehrere Spieler bis weit in die zweiten neun Löcher in Reichweite bleiben.
Fitzpatrick übernimmt auf den Back Nine jedoch Schritt für Schritt die Kontrolle. Zunächst locht er einen langen Birdieputt an der 15. Dann fällt am Schlussloch der entscheidende Putt. Lipsky hat danach noch die Chance zum Ausgleich, verfehlt aber aus größerer Distanz. So kippt das Turnier erst ganz am Ende. Das passt zu einem Platz, der Fehler nur selten verzeiht.
Der Copperhead Course fordert Präzision
Der Copperhead Course gilt auf der PGA Tour als einer der anspruchsvolleren Stopps der Florida-Serie. Gespielt wird bei der Valspar Championship 2026 um ein Gesamtpreisgeld von 9,1 Millionen Dollar. Der Sieger erhält 1,638 Millionen Dollar.
Der Platz verlangt in dieser Woche erneut viel Präzision ins Grün und vor allem Geduld auf den Back Nine. Gute Lagen verlieren schnell an Wert, wenn Annäherungen leicht vom Ziel abweichen. Gerade deshalb ist Fitzpatricks bogeyfreie Schlussrunde der vielleicht wichtigste Wert seines Sonntags.

Stephan Jaeger mit einem Top 10 Ergebnis bei den Valspar Championship 2026 (Foto: Getty Images)
Stephan Jäger glänzt am Wochenende
Aus deutscher Sicht liefert Stephan Jäger die beste Geschichte des Turniers. Nach Runden von 71 und 72 liegt der Münchner zunächst nur im erweiterten Mittelfeld. Am Wochenende dreht er jedoch auf und verbessert sich mit 68 und 66 noch auf den geteilten siebten Rang.
Besonders auffällig ist seine Konstanz. Denn am Wochenende notiert Jäger nur ein einziges Bogey. Das bedeutet nicht nur ein Spitzenergebnis, sondern auch einen Sprung im FedExCup auf Position 51 sowie auf Rang 100 der Weltrangliste.
Deutsche Bilanz in Palm Harbor
Auch Matti Schmid erreicht das Wochenende. Mit einer 68 im Finale verbessert er sich noch auf Rang 40. Jeremy Paul verpasst dagegen nach zwei Runden den Cut.
Damit stehen drei deutsche Profis im Feld, und zwei von ihnen bringen vier Runden ins Clubhaus. Aus österreichischer und schweizerischer Sicht gibt es in diesem Jahr keine vergleichbare Rolle. Auf der offiziellen Feldliste stehen mit Stephan Jäger, Matti Schmid und Jeremy Paul nur diese drei Spieler aus dem deutschsprachigen Kernmarkt.
Führungswechsel und verpasste Chance
Sungjae Im führt das Turnier nach den ersten drei Tagen an und geht mit 11 unter Par in den Sonntag. Der Südkoreaner wirkt lange stabil, verliert in der Schlussrunde aber den Rhythmus und fällt mit einer 74 zurück.
Auch Brandt Snedeker und David Lipsky haben zwischenzeitlich realistische Siegchancen. Doch nur Lipsky bleibt bis zum Ende ganz nah dran. Gerade deshalb wirkt Fitzpatricks Finish so stark, weil er nicht auf Fehler warten muss, sondern den Titel selbst aktiv holt.
Zwischenfall rückt kurz in den Fokus
Abseits des sportlichen Verlaufs sorgt während der dritten Runde ein Zwischenfall für Aufmerksamkeit. In der Nähe des 15. Lochs wird ein junges Mädchen von einem Golfcart erfasst. Nach medizinischer Untersuchung gibt es jedoch Entwarnung.
Brooks Koepka, der in der Nähe ist, reagiert sichtlich betroffen. Sportlich bleibt Koepka solide, spielt im Titelkampf aber keine entscheidende Rolle. Solche Momente rücken ein Turnier kurz aus dem sportlichen Rahmen, auch wenn der Fokus am Schlusstag wieder klar auf dem engen Rennen um den Sieg liegt.
Rückenwind vor den nächsten Wochen
Für Fitzpatrick kommt dieser Erfolg zu einem günstigen Zeitpunkt. Schon bei der Players Championship zeigt seine Formkurve nach oben. Die Valspar Championship 2026 ist zwar nicht das größte Event des Frühjahrs. Dennoch liefert sie oft einen verlässlichen Hinweis darauf, wer sein Spiel aktuell unter Kontrolle hat.
Das gilt auch für Stephan Jäger. Sein Wochenende in Palm Harbor ist eines der besten deutschen PGA-Tour-Ergebnisse der bisherigen Saison. Während Fitzpatrick mit Rückenwind in die nächsten Wochen geht, sammelt auch Jäger wichtige Argumente.
FedExCup-Ranking aktuell >>>
Weitere Beiträge







