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Golf

RBC Heritage 2026: Fitzpatrick gewinnt in Harbour Town erneut im Playoff gegen Scheffler

20. April 2026April 30th, 2026
RBC Heritage 2026- Fitzpatrick siegt im Playoff

Die RBC Heritage endete in Harbour Town mit einem Stechen, und Matt Fitzpatrick behielt gegen Scottie Scheffler die Nerven.

Der Sonntag spitzt alles zu

Der Finaltag der RBC Heritage auf dem Harbour Town Golf Links in Hilton Head Island brachte genau das enge Ende, das sich seit Samstag angedeutet hatte. Matt Fitzpatrick startete mit drei Schlägen Vorsprung in den Sonntag, musste sich den Titel aber erst im Playoff sichern. Nach 70 und 67 Schlägen am Sonntag lagen Fitzpatrick und Scottie Scheffler bei 18 unter Par gleichauf. Si Woo Kim wurde mit 16 unter alleiniger Dritter.

Fitzpatrick hält dem Druck stand

Fitzpatrick spielte keine laute Schlussrunde, aber eine belastbare. Erst auf den letzten Löchern bekam Scheffler den direkten Zugriff auf das Turnier, weil er mit späten Birdies Druck machte und Fitzpatrick auf der 18 sein einziges Bogey des Tages notierte. Damit war der Vorsprung weg, und Harbour Town bekam ein Stechen auf dem Schlussloch. Dort gelang Fitzpatrick der Schlag des Tages: ein Eisen aus 204 Yards auf rund vier Meter zur Fahne, danach der Birdie-Putt zum Sieg.

Scheffler dreht spät auf

Scheffler wirkte lange nicht wie der sichere Sieger, doch seine Schlussphase zwang Fitzpatrick noch einmal in höchste Anspannung. Vier Löcher vor Schluss lag der Weltranglistenerste noch drei Schläge zurück, ehe er mit zwei späten Birdies und fehlerfreiem Scrambling das Stechen erreichte. In der Extrarunde ließ ihn dann ausgerechnet der Annäherungsschlag im Stich: Sein Eisen blieb deutlich zu kurz, sodass Fitzpatrick die bessere Chance bekam und nutzte.

Harbour Town bleibt sich treu

Der Finaltag passte damit sehr gut zu diesem Platz. Harbour Town belohnt selten nur Länge, sondern vor allem Kontrolle, Winkel und Geduld. Dass Fitzpatrick hier schon zum zweiten Mal gewann, ist kein Zufall. Der Engländer hatte das Turnier bereits 2023 im Playoff gegen Jordan Spieth geholt und fügte nun einen weiteren knappen Sieg hinzu. Mit dem Erfolg sicherte er sich seinen vierten Titel auf der PGA Tour, den zweiten in dieser Saison und rückt auf Rang drei der Weltrangliste vor.

Si Woo Kim nutzt die stabile Woche

Hinter dem Spitzenduo hielt sich Si Woo Kim auch am Sonntag in Reichweite, kam aber nicht ganz an die beiden Führenden heran. Seine 68 reichte zu Platz drei bei 16 unter Par. Dahinter teilten sich Collin Morikawa, Harris English und Ludvig Åberg Rang vier bei 13 unter. Das unterstreicht, wie dicht das Feld selbst hinter dem Stechen noch zusammengedrängt war.

Straka fällt am Sonntag deutlich zurück

Aus Sicht des deutschsprachigen Raums war Sepp Straka die prägende Figur des Wochenendes. Der Österreicher war nach drei Runden noch geteilter Dritter und damit in direkter Schlagdistanz zur Spitze. Am Finaltag lief dann wenig zusammen: Straka kam nur auf eine 78 und fiel mit insgesamt sechs unter Par noch auf Rang 42 zurück. Damit endete eine bis dahin starke Woche ohne den erhofften Angriff nach vorn.

Auch die Verfolger zeigten Schwächen

Der Sonntag zeigte zudem, wie schnell sich das Tableau in Harbour Town verschieben kann. Brian Harman etwa war nach seiner 63 am Samstag noch mitten im Rennen, rutschte mit einer 76 aber auf acht unter zurück. Viktor Hovland fiel mit einer 76 ebenfalls bis auf Rang 42. Jason Day spielte dagegen mit einer 64 eine der besten Finalrunden des Tages, kam wegen seiner schwachen 72 am Samstag aber nicht mehr in die Spitzengruppe.

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