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Golf

PGA Championship 2026: Major-Test in Aronimink

12. Mai 2026
PGA Championship 2026

Die PGA Championship 2026 bringt ein dichtes Feld, einen klassischen Platz und mehrere offene Major-Fragen. Scottie Scheffler tritt an, seinen Titel zu verteidigen. Titel. Rory McIlroy reist mit Masters-Schwung an. Dazu kommen deutsche und österreichische Starter, ein anspruchsvoller Donald-Ross-Kurs und ein Wetterverlauf, der das zweite Major des Jahres zusätzlich prägen kann.

Major-Woche in Pennsylvania

Die PGA Championship 2026 beginnt am Donnerstag im Aronimink Golf Club in Newtown Square, Pennsylvania. Gespielt wird vom 14. bis 17. Mai. Die Turnierwoche läuft offiziell vom 11. bis 17. Mai. Für Aronimink ist es die Rückkehr eines Herren-Majors nach langer Pause: Die PGA Championship war dort zuletzt 1962 zu Gast.

Damit rückt ein traditionsreicher Kurs in den Mittelpunkt. Aronimink fordert nicht nur Länge, sondern auch klare Entscheidungen. Wer den Ball gut positioniert, kann Chancen nutzen. Wer jedoch falsche Winkel wählt, gerät schnell unter Druck.

Scheffler will Titel verteidigen

Scottie Scheffler geht als Titelverteidiger in die PGA Championship 2026. Der Weltranglistenerste gewann im Vorjahr in Quail Hollow mit fünf Schlägen Vorsprung. Zudem reist er mit drei zweiten Plätzen in Serie auf der PGA Tour nach Pennsylvania.  Aronimink dürfte ihm liegen, da hier Kontrolle vom Tee und präzise Annäherungen zählen.

McIlroy mit Rückenwind

Rory McIlroy ist der zweite große Fixpunkt der Woche. Der Nordire reist nach seinem Masters-Erfolg an und bringt damit frischen Major-Schwung mit. Seit Augusta hat er nur begrenzt Turniere gespielt, zählt allerdings trotzdem zum engen Favoritenkreis.

Gerade auf einem Kurs wie Aronimink kann McIlroys Länge ein Vorteil sein. Entscheidend wird jedoch, ob er die Grüns aus den richtigen Winkeln anspielt. Denn die Anlage belohnt nicht jede aggressive Linie.

Breites Feld der Favoriten

Hinter Scheffler und McIlroy ist die Liste der Kandidaten breit. Jon Rahm will nach dem verpassten Finish im Vorjahr eine neue Chance nutzen. Bryson DeChambeau kommt mit zwei zweiten Plätzen bei den vergangenen beiden PGA Championships in die Woche.

Jordan Spieth spielt erneut um die Möglichkeit, mit einem Sieg den Karriere-Grand-Slam zu vollenden.  Auch Cameron Young gehört zu den Spielern mit viel Aufmerksamkeit.  Auf einem Kurs, der lange, präzise Schläge verlangt, kann seine Ballstriking-Qualität ein wichtiger Faktor werden.

Aronimink als Prüfstein

Aronimink ist ein klassischer Donald-Ross-Platz. Im Turnier-Set-up prägen viele Bunker, bewegte Grüns und erhöhte Zielbereiche das Bild. Das offizielle Platzprofil wiederholt Fairway-Bunker auf beiden Seiten, anspruchsvolle Annäherungen und Grüns, die Fehlschläge nicht großzügig aufnehmen.

Deshalb dürfte die PGA Championship 2026 weniger ein reines Birdie-Rennen werden. Vielmehr zählen Position vom Tee, Distanzkontrolle und Geduld. Mehrere Löcher verlangen klare Entscheidungen: Angriff, sichere Zone oder schwieriger Winkel.

Schlüssellöcher im Finish

Besonders die Schlussphase kann Bewegung bringen. Die 15 wurde durch eine neue Teebox zum längsten Par 4 des Platzes. Die 16 ist ein erreichbares Par 5, sofern der lange Schlag hoch genug kommt und auf dem flachen Grün hält. Die 17, ein langes Par 3 mit Wasser links am Grün, kann das Turnier spürbar drehen.

Zum Abschluss wartet die 18 als 490 Yards langes Par 4. Der Schlag ins Grün geht bergauf und endet auf einer terrassierten Fläche. Dadurch kann selbst der letzte Annäherungsschlag über Sieg, Playoff oder Rückschlag entscheiden.

Deutsche Starter im Feld

Aus deutscher Sicht stehen Stephan Jaeger, Martin Kaymer und Matti Schmid im Feld. Jaeger kommt als etablierter PGA-Tour-Spieler nach Aronimink. Kaymer bringt seine Major-Erfahrung und seinen PGA-Championship-Titel von 2010 mit. Schmid erhält auf dieser Bühne eine weitere Chance gegen ein sehr tief besetztes Feld. Die offizielle Feldliste führt alle drei als deutsche Starter.

Österreich ist mit Sepp Straka und Bernd Wiesberger vertreten. Straka gehört durch seine Konstanz auf der PGA Tour zu den interessantesten europäischen Spielern im Feld. Wiesberger bringt Erfahrung aus Major- und Ryder-Cup-Umfeldern mit.

Wetter als Zusatzfaktor

Das Wetter könnte den Beginn beeinflussen. Für die ersten Turniertage wird ein kühlerer, teils feuchter Start erwrtet. Zum Wochenende soll es deutlich wärmer werden, mit geringerer Wahrscheinlichkeit für nennenswerten Regen.

Falls die Grüns durch Schauer zu Beginn weicher sind, könnten frühe Runden mehr Chancen bieten. Wird der Platz am Wochenende fester und wärmer, gewinnen Lagekontrolle, kurze Schläge aus dem Rough und Putts über Plateaus an Gewicht.

Tiefe im Teilnehmerfeld

Das Teilnehmerfeld umfasst 156 Spieler. Die offizielle Liste enthält neben Scheffler und McIlroy unter anderem Ludvig Åberg, Patrick Cantlay, Tommy Fleetwood, Viktor Hovland, Collin Morikawa, Xander Schauffele, Brooks Koepka, Dustin Johnson, Justin Thomas und Cameron Smith. Auch mehrere Club Professionals sind als qualifizierte Starter dabei.

Ausblick auf Runde eins

Die ersten beiden Tage werden zeigen, wie stark Aronimink Kontrolle belohnt. Schefflers Titelverteidigung, McIlroys Major-Lauf, Rahms Reaktion auf das Vorjahr, DeChambeaus erneuter Versuch nach zwei zweiten Plätzen und Spieths Grand-Slam-Chance geben dem Turnier mehrere klare Erzählstränge.

Aronimink dürfte jedoch keine schnelle Antwort liefern. Vielmehr zwingt der Platz die Favoriten über vier Tage in viele kleine Entscheidungen. Genau darin liegt die Spannung der PGA Championship 2026.

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