Skip to main content
Golf

Masters 2026: Wer ist der wahrscheinlichste Sieger in Augusta?

9. April 2026April 30th, 2026
Scottie Scheffler Masters 2026 in Augusta
Foto: Getty Images

Warum Scottie Scheffler vor dem Start des Masters 2026 in Augusta die sauberste Prognose bleibt – und warum Ludvig Åberg in diese Rechnung unbedingt hineingehört

Das Masters ist gestartet. Augusta National zeigt sich trocken, schnell und damit genau so, wie viele Puristen es lieben: fordernd auf den Grüns, heikel in den Annäherungen und gnadenlos für alle, die ihre Bälle auf die falschen Plateaus legen. Wer den wahrscheinlichsten Sieger dieses Turniers ermitteln will, kommt deshalb mit bloßer Prominenz nicht weit. Entscheidend sind vier Dinge: Weltrangliste, Augusta-Bilanz, aktuelle Form und die Einschätzung des Marktes. Zieht man all das zusammen, landet vor dem ersten großen Umschlag des Turniers vor allem ein Name ganz vorn: Scottie Scheffler. 

Scheffler reist als Nummer eins der Welt nach Augusta. Auf den offiziellen Masters-Seiten wird er als zweimaliger Champion von 2022 und 2024 geführt; zugleich hat er bei seinen bisherigen Starts dort nie schlechter als Platz 20 abgeschnitten. Das ist in Augusta ein gewichtiges Argument, weil dieser Platz Erinnerung belohnt und Unsauberkeiten bestraft. Wer hier mehrfach gewinnt und praktisch nie abfällt, bringt genau das Profil mit, das man vor einem Turnierstart sucht. 

Auch die breitere Datenlage spielt ihm in die Karten. In den aktuellen Masters-Feldwertungen der OWGR (Offizielle Golf-Weltrangliste) liegt Scheffler beim Strokes Gained World Rating vorne; bei den Wettmärkten wird er ebenfalls als Favorit geführt, bei CBS Sports mit +550. Solche Quoten sind kein Orakel, aber sie verdichten sehr viele Informationen zu einer Marktmeinung. Und diese Marktmeinung ist vor Augusta 2026 ziemlich klar: Wenn einer vor dem Start als wahrscheinlichster Sieger gilt, dann Scheffler. 

Ganz ohne Fragezeichen ist das dennoch nicht. Reuters und AP weisen beide darauf hin, dass Scheffler zwar weiterhin die höchste Grundqualität im Feld mitbringt, zuletzt aber nicht ganz so unantastbar wirkte wie in seinen besten Phasen. Genau das macht dieses Masters spannender. Scheffler ist der logischste Tipp, aber er reist nicht mit jener Unfehlbarkeits-Aura an, die ein Turnier schon vor dem ersten Abschlag halb entscheiden würde. 

Jon Rahm bleibt der ernsteste Gegenentwurf

Jon Rahm

Wer Scheffler nicht vorne sieht, landet schnell bei Jon Rahm. Der Spanier hat Augusta 2023 gewonnen und wird auf den offiziellen Masters-Seiten als einer der etablierten Champions dieses Feldes geführt. Der Guardian nannte ihn in seiner Vorschau sogar den Favoriten des Turniers. Dass Rahm in den klassischen Weltranglisten wegen der LIV-Struktur anders eingeordnet wird als sein Spielvermögen vermuten ließe, ändert nichts daran, dass er für Augusta eines der komplettesten Pakete mitbringt: Länge, Kontrolle, Erfahrung und die Ruhe, die dieser Platz verlangt. 

McIlroy ist Titelverteidiger – aber die Last ist diesmal eine andere

Rory McIlroy Masters 2026 in Augusta

Rory McIlroy gehört selbstverständlich ebenfalls in jede seriöse Siegerprognose. Masters.com führt ihn als Titelverteidiger, nachdem er 2025 in einem Playoff gegen Justin Rose gewann und damit den Career Grand Slam vollendete. AP beschreibt ihn vor dieser Woche als deutlich gelöster als in den Jahren davor. Das ist ein Punkt, den man nicht kleinreden sollte: McIlroy spielt in Augusta 2026 nicht mehr gegen eine Erzählung, die ihm seit Jahren folgte. Er spielt nur noch gegen das Feld. 

Trotzdem bleibt die Titelverteidigung in Augusta eine eigene Aufgabe. Der Platz kennt ihn, aber das Feld kennt ihn nun auch in der Rolle des Mannes, der hier vor einem Jahr endlich durchkam. McIlroy ist also absolut kandidatentauglich, nur wirkt die Datenlage vor dem Start bei Scheffler etwas vollständiger. 

Bryson DeChambeau bringt Wucht und Momentum mit

Bryson DeChambeau Masters 2026 in Augusta

Bryson DeChambeau ist ebenfalls näher an einem Augusta-Sieg, als es lange wirkte. AP berichtet von zwei LIV-Siegen in Folge vor dem Masters, Reuters verweist auf die firm-and-fast-Bedingungen, die Spielern mit Länge und klarer Strategie entgegenkommen können. Gerade wenn Augusta trocken bleibt, ist DeChambeau keiner, den man erst am Samstag ernst nehmen sollte. Sein Profil passt besser zu diesem Setup als früher. 

Ludvig Åberg ist mehr als ein spannender Name

Ludvig Åberg Masters 2026 in Augusta

Und dann ist da Ludvig Åberg. Er gehört in diesen Artikel nicht als dekorative Ergänzung, sondern als echter Kandidat. Auf den offiziellen Masters-Seiten wird er als Spieler geführt, der 2024 bei seinem Debüt Zweiter wurde und 2025 nach zwischenzeitlicher Siegchance Siebter. Das ist für einen jungen Spieler in Augusta ein auffällig belastbarer Lebenslauf. CBS führt Åberg in den Quoten bei +1700. Damit ist er kein Außenseiter, sondern klar Teil des engeren Kreises. 

Warum Åberg für Augusta so interessant ist, liegt auf der Hand: Sein langes Spiel hat die Höhe und Ordnung, die dieser Platz verlangt, und seine ersten beiden Masters-Auftritte zeigen, dass er Augusta nicht nur irgendwie übersteht, sondern lesen kann. Gerade deshalb ist er vielleicht der Kandidat, der aus der Spitzengruppe am ehesten einen Sprung machen kann. Noch fehlt ihm der Major-Sieg, aber das Profil für genau diesen Ort ist längst vorhanden. 

Was die Bedingungen für die Prognose bedeuten

Die Bedingungen dieser Woche sind ein wichtiger Teil der Rechnung. Reuters und AP beschreiben Augusta zum Start als trocken, fest und schnell. Solche Verhältnisse schieben das Turnier meist etwas weg von bloßer Schlagkraft und stärker hin zu Kontrolle, Nerven und dem Gespür für sichere Zonen. Das wiederum stärkt vor allem Spieler, die hier schon mehrfach gezeigt haben, wie man Augusta nicht nur angreift, sondern aushält. Genau deshalb bleibt Scheffler im Gesamtbild leicht vor dem Rest. Und genau deshalb steigt zugleich Åbergs Relevanz, weil sein langes Spiel Augusta bereits zweimal sehr gut standgehalten hat. 

Der bestmögliche Sieger-Tipp vor Turnierbeginn

Wenn man vor dem Start des Masters 2026 eine möglichst saubere Prognose abgeben will, ergibt sich daraus dieses Bild:

1. Scottie Scheffler

Nummer eins der Welt, zweimaliger Masters-Sieger, in Augusta bisher praktisch ohne Ausreißer nach unten. 

2. Jon Rahm

Masters-Champion, komplette Spielanlage, auf diesem Platz jederzeit glaubwürdig. 

3. Ludvig Åberg

Zweiter 2024, Siebter 2025, Quotenplatz im Favoritenkreis, Spielprofil wie gemacht für Augusta. 

4. Rory McIlroy

Titelverteidiger und Grand-Slam-Sieger, diesmal mit weniger innerem Gepäck als in den Jahren davor. 

5. Bryson DeChambeau

Mit Momentum und Länge brandgefährlich, gerade bei trockenen Bedingungen. 

Unser Fazit 

Der wahrscheinlichste Sieger des Masters 2026 ist vor dem Start Scottie Scheffler. Nicht, weil das Turnier damit entschieden wäre. Sondern weil kein anderer Spieler in dieser Woche ein so stimmiges Gesamtpaket aus Weltranglistenstatus, Augusta-Bilanz und Marktvertrauen mitbringt. Ludvig Åberg muss in dieser Diskussion aber zwingend mitgedacht werden. Er ist kein hübscher Nebensatz, sondern der vielleicht spannendste Herausforderer aus der Gruppe hinter Scheffler und Rahm. Wenn Augusta ihm früh die richtige Richtung gibt, kann aus einem großen Talent sehr schnell ein Masters-Sieger werden. 

 

Hier geht´s zum aktuelle Leaderboard >>>

Quellen: Masters.com, Official World Golf Ranking, Reuters, AP und CBS Sports. 

Weitere Beiträge

Alexandra Foersterling in Korea

Alexandra Försterling in Korea nur drei Schläge hinter der Spitze

| Golf | No Comments
Alexandra Försterling geht bei der Aramco Korea Championship von T4 ins Wochenende. Nach zwei 69er-Runden fehlen der Deutschen nur drei Schläge auf Spitzenreiterin Miyu Yamashita.
David Puig LIV Golf

David Puig vor LIV-Aus: Spanier plant mit der DP World Tour

| Golf | No Comments
David Puig plant seine Zukunft offenbar ohne LIV Golf. Der Spanier will 2027 stärker auf der DP World Tour spielen, während die Verhandlungen über LIV 2.0 in die entscheidende Phase…
Nelly Korda – Evian Resort Golf Club am Genfer See bei der Amundi Evian Championship

LPGA 2027: Rekordpreisgeld und neuer Europa-Block

| Golf | No Comments
Die LPGA Tour startet 2027 mit 33 Veranstaltungen und einem Rekordpreisgeld von mehr als 147 Millionen Dollar. Gleichzeitig ordnet die Tour ihre weltweiten Reisen neu und bündelt drei wichtige Turniere…
Jon Rahm sagt LIV Golf 2.0 ab

Jon Rahm sagt LIV 2.0 ab – und fehlt bei der Open de España

| Golf | No Comments
Jon Rahm wird beim geplanten Neustart von LIV Golf nicht mehr dabei sein. Sein Anwalt bestätigte die Absage an LIV 2.0. Gleichzeitig fehlt Rahm wegen der bevorstehenden Geburt seines vierten…
Jon Rahm vor der Open de España 2026 in Madrid

Jon Rahm vor der Open de España: Rekordjagd mit offener Zukunft

| Golf | No Comments
Jon Rahm spielt bei der Open de España 2026 um seinen vierten Titel und könnte damit Severiano Ballesteros überholen. Gleichzeitig lässt der Spanier offen, ob seine Zukunft auch 2027 bei…
Alfred Dunhill Links 2026 Adrian Meronk

Alfred Dunhill Links Championship 2026: Adrian Meronk gewinnt in St Andrews

| Golf | No Comments
Adrian Meronk gewinnt die Alfred Dunhill Links Championship 2026 auf dem Old Course. Jeremy Paul spielt am Sonntag eine 68 und wird bester Deutscher.