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Frau steht auf dem Golfplatz mit Golfschläger

Ich & Mein Holz – Profitunierserien für Anfänger

Nachdem ich nun selbst das erste Mal die Luft der Championships im eigenen Club spüren durfte, wurde es Zeit zu schauen, wie denn nun die Weltelite des Golfsports ihr Können unter Turnierbedingungen unter Beweis stellte. Dafür musste man aber erst einmal die Turniersystematik kennenlernen.

Es war ein schöner warmer Apriltag und genau der richtige Zeitpunkt, mit der Gartenarbeit zu starten. Aber, oh Gott welch Faux Pas, hier männliche Hilfe einzufordern. „Hallo?! Es sind Masters!” Welch absurde Idee, hier von einem Wochenende jenseits des Fernsehens zu träumen. Dabei dachte ich doch, der Ryder Cup alle 2 Jahre, wäre so ein ultimatives Golfevent, dass jeden Golfliebhaber zur Couchpotato macht. Was sind denn jetzt die „Masters”? Und war es nicht so, dass neulich nicht gerade wieder einmal gar nichts ging, weil die Players stattfanden. Es wurde Zeit, dass ich meinen jährlichen Terminkalender ein bisschen mehr nach diesen bedeutenden Golfevents ausrichtete. Ungeahnte Möglichkeiten taten sich plötzlich auf: mehrere Wochenenden mit sehr viel Zeit ganz für mich. Wenn schon Aufgaben, dann welche bei denen ich meine Jungs zuhause gedanklich ausplante oder aber meine Verlagerung von Interessenschwerpunkten auf diese must-see der Golf-Championate. Irgendwie fand ich, dass ich nach nun fast einem Jahr Zugehörigkeit zur echten Golfcommunity, auch mein profundes Golfwissen etwas aufbessern musste. Schließlich wollte ich nicht direkt als Dilettant in der Golfgesellschaft gelten. Ich verschaffte mir also einen kurzen Überblick über die wichtigsten Profi-Wettbewerbe des Golfsports für Herren und natürlich auch für Damen, denn die spielen, habe ich mir sagen lassen, das taktisch bessere Golf und deswegen sollte man sie allein unter Trainingsgesichtspunkten unbedingt anschauen. Leider haben die Damenturniere noch nicht ganz so viel Glamour, aber das kommt bestimmt noch. Deswegen widme ich den Majors der Damen eine komplette Übersicht im Teil 2 in der nächsten Ausgabe.

Golfer Abschlag - Ich & Mein Holz - Profitunierserien für Anfänger

Ein kleiner Überblick

Für alle die, die genauso ahnungslos wie ich sind, lasse ich Euch nachfolgend gern teilhaben an meinen Erkenntnissen. Es gibt offensichtlich vier Major Turniere und ein inoffizielles fünftes die THE PLAYERS Championship, mit denen auch das Golfjahr im März begonnen hat. Dieses findet seit 1974 regelmäßig in Jacksonville/Florida auf dem TPC Sawgrass Stadium Course statt. Hier tummelt sich, wie bei allen anderen Major-Turnieren, die absolute Weltelite. Jedoch ist auch bei diesen das Frustpotential an Loch 17 relativ groß. Inselgrün, Pin-high und Spinkontrolle bekommt hier eine ganz spezielle Bedeutung, denn andernfalls heißt es „in the water” oder wahre Freude über einen „Tripple Bogey”.

Als zweites Championat der Extraklasse findet seit 1934 THE MASTERS in Augusta, Georgia am zweiten Wochenende im April statt. Dieser Platz ist etwas ganz Besonderes und hier ist man als Golfprofi auch nur dabei, wenn man explizit eingeladen wird. Dem Sieger winken neben einer stattlichen Siegprämie, ein lebenslanges Teilnahmerecht am Turnier und ein schickes grünes Sakko, dass der Vorjahresgewinner dem Sieger überstreift. Die direkte Bereithaltung mehrerer Größen für den eventuellen Sieger, verhindert dass der Sieger dann bei der Siegerehrung wie eine Presswurst oder ein Kind in der Jacke eines Erwachsenen aussieht. Übrigens der Platz ist für Nichtmitglieder nicht spielbar, es sei denn man wird von einem Mitglied eingeladen und es gilt leider „Mens only”.

Im Juni starten dann, am dritten Sonntag im Monat, die US Open. Dieses große, älteste US-Turnier, dass das erste Mal schon 1895 ausgetragen wurde, findet anders als die früher im Jahr stattfindenden Turniere an wechselnden Austragungsorten in den USA statt. Jedoch gibt es hier immer wiederkehrende klangvolle Namen wie Pepple Beach, Bethpage State Park oder Pinehurst. Hier darf auch der Sieger der US-Amateurmeisterschaften antreten.

Einziges europäisches Turnier unter den Majors sind die BRITISH OPEN oder auch „THE OPEN”. Das erstmals 1860 mit sage und schreibe 8 Spielern ausgetragene Turnier ist wahrlich das Ehrwürdigste unter den Majors. Heute müsst Ihr Euch dafür das dritte Wochenende vor dem Fernseher reservieren. Kleiner Tipp, auch beim Golf sind mittlerweile Public Viewing Sessions im Garten schwer angesagt. Neun verschiedene Austragungsplätze in Nordirland, Schottland und England stehen als Austragungsort zur Wahl. Alles Linkscourses und wie der Name OPEN schon sagt: Hier können auch Amateure mitspielen und in ihrer eigenen Wertung siegen. Auf einen der Heimatclubs dieses Turniers ist z.B. St. Andrews in Schottland.

Last but not least krönt die PGA Championship das Majorquartett als „Glory’s Last Shot”. Also als letzte Möglichkeit im Jahr sich als Profi bei den Majors zu empfehlen. Seit 2019 ist dieses Turnier jedoch in den Mai verlegt worden. Ist also ganz bald soweit. Gewinner sichern sich für fünf weitere Jahre die Teilnahmeberechtigung an allen Major Turnieren. Also hier heißt es einmal richtig gut sein und ein kleines Formtief danach, dass wir ja alle kennen, ist gar nicht so schlimm. Man bleibt dabei.

So, das war der Überblick über die Majors. Es gibt natürlich noch sehr viele weitere wichtige Turniere, aber die sind ähnlich wie beim Tennis die Gran Slam Turniere, erst einmal für Herren die wichtigsten. Ab jetzt bin ich voll im Bilde und ein eloquenter Gesprächspartner mit profundem Basiswissen in der Welt des Profisports. Am besten finde ich aber trotzdem den Ryder Cup. Der ist mega spannend. Am besten sofort rot im Kalender den 20.– 26.9.2021 markieren und ach ja am besten SKY abonnieren, denn nur da kann man den ultimativen Golffight zwischen den USA und Europa live verfolgen.