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Golf

DGL Final Four 2026: Habsberg und Berlin-Wannsee holen die Meistertitel

3. August 2026
DGL Final Four 2026
Fotos: DGC/Stefan Heigl

Beim DGL Final Four 2026 gewinnt Habsberg als Aufsteiger, während Berlin-Wannsee zum vierten Mal den Frauentitel holt.

DGL Final Four 2026 mit zwei Meistern

Beim DGL Final Four 2026 stehen zwei neue Meister fest. Der Golfclub Am Habsberg hat das Männerfinale gegen den Frankfurter Golf Club mit 7:5 gewonnen. Bei den Frauen setzte sich der Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee mit 5,5:3,5 gegen den Hamburger Golf-Club Falkenstein durch. Habsberg feierte seinen ersten DGL-Titel, Berlin-Wannsee den vierten nach 2015, 2020 und 2021.

Habsberg gewinnt im ersten Bundesligajahr

Der Aufsteiger erreichte das Final Four direkt in seiner ersten Saison in der 1. Bundesliga. Nach den vier Vierern stand es gegen Frankfurt 2:2. In den acht Einzeln holte Habsberg die nötigen Punkte und schloss damit einen raschen Weg durch die deutschen Spielklassen mit dem Titel ab.

Breimer gewinnt mit 8&7

Trainer Peter Wolfenstetter stellte Leon Breimer im ersten Einzel auf. Der Plan ging auf, denn Breimer schlug Michael Pfeifer mit 8&7. Sein Match endete bereits nach elf Löchern, während mehrere Duelle dahinter bis in die Schlussphase offenblieben.

Ein halber Punkt macht den Titel fest

Niklas Scharbauer teilte sein Match gegen Ben Bradley auf dem 18. Grün. Habsberg erreichte damit 6,5 Punkte und lag uneinholbar vorn. Die noch laufenden Partien ergaben später den offiziellen Endstand von 7:5.

Fünf Jahre bis in die 1. Bundesliga

Der Club stieg in fünf Jahren von der Landesliga bis in die 1. Bundesliga auf. Im Halbfinale und im engen Endspiel hielt das Team dem Druck stand. Der erste DGL-Titel folgte somit gleich im ersten Jahr in der höchsten Spielklasse.

Peter Wolfenstetter hatte bereits 2019 den Stuttgarter Golf-Club Solitude zum deutschen Mannschaftstitel geführt. Bei Habsberg begleitete er den Weg durch mehrere Klassen und arbeitete dabei mit Kapitän Christian Stibor. Am Riedhof gewann er den DGL-Titel nun mit einem zweiten Verein.

Frankfurt nutzt den späten Startplatz

Frankfurt erfuhr erst kurz vor dem Wochenende von seinem Startrecht. Das Team reiste am Freitag an und konnte seine Proberunde wegen eines Gewitters nicht beenden. Dennoch schlug es den Golfclub Hubbelrath im Halbfinale mit 7,5:4,5. Nach dem 2:2 in den Vierern des Finals fehlten in den Einzeln die nötigen Punkte für Gold.

Janis Erll gewann am Riedhof alle vier Partien für Frankfurt. Nico Guldan steuerte dreieinhalb Punkte bei, nachdem beide auch im Halbfinale wichtige Zähler geholt hatten. Der Club erreichte damit bei seiner ersten Final-Four-Teilnahme seit 2018 erneut Silber.

Gerichtsbeschluss veränderte das Männerfeld

Das Landgericht Wiesbaden verpflichtete den Deutschen Golf Verband am 31. Juli per Eilbeschluss, den Golf Club St. Leon-Rot für den dritten und vierten Spieltag zu disqualifizieren. Der Fall betraf das Startrecht eines Spielers. St. Leon-Rot erhielt für beide Tage null Punkte, während Frankfurt mit 18 Zählern auf Rang zwei der Südstaffel rückte.

Beide Finalisten kommen aus dem Süden

Habsberg musste sein Halbfinale ebenfalls erst am Sonntagmorgen beenden. Der Aufsteiger schlug den Golf- und Land-Club Berlin-Wannsee mit 7,5:4,5. Frankfurt gewann parallel mit demselben Resultat gegen Hubbelrath. Damit trafen im Endspiel die beiden Vertreter der Südstaffel aufeinander.

Im Spiel um Rang drei setzte sich Hubbelrath mit 6,5:5,5 gegen Berlin-Wannsee durch. Der Nordmeister reagierte damit auf das verpasste Endspiel, während die Berliner Männer den vierten Platz belegten. Vorjahresmeister Hösel hatte das Final Four bereits in der Ligaphase verpasst und war aus der 1. Bundesliga abgestiegen.

Berlin-Wannsee gewinnt das Frauenfinale

DGL Final Four 2026 Berlin Wannsee

Berlin-Wannsee ging wenige Stunden nach einem Stechen gegen St. Leon-Rot erneut auf den Platz. Im Finale gegen Hamburg stand es nach den Vierern 1,5:1,5. Die Berlinerinnen gewannen danach vier Einzel und erreichten 5,5 Punkte. Zwei noch offene Matches gab Hamburg ab, als der Titel bereits feststand.

Der enge Zeitplan nach dem Gewitterstopp führte im Frauenfinale zu kürzeren Vierern. Die drei Duelle liefen über neun statt über 18 Löcher. Beide Teams gewannen je ein Match, während ein Vierer geteilt endete. So begann die Einzelphase ohne Vorteil für eine Seite.

Camille Peltier setzte früh einen Akzent. Die 15-Jährige lochte auf dem rund 142 Meter langen Par-3-Loch mit dem Eisen 6 direkt vom Abschlag ein. Das Ass brachte ihr den Lochgewinn gegen Leonie Breutigam. Peltier hielt ihren Vorteil und gewann das Einzel später mit 2&1.

Vier Einzel bringen Berlin Gold

Rosalie Stadler holte gegen Leonie Wulfers mit 2&1 den ersten Berliner Einzelpunkt. Emily Krause schlug Mia Lena Hoffmann mit 4&3, ehe Peltier ebenfalls mit 2&1 gewann. Catharina Lohoff entschied ihr Match gegen Sophia Matthiessen mit 3&1 und sicherte Berlin-Wannsee damit den Titel.

Lohoff beendete ihr Duell auf dem 17. Grün. Danach standen 5,5 Berliner Punkte fest, sodass die beiden letzten Matches keinen Einfluss mehr auf den Titel hatten. Der Club gewann nach fünf Jahren wieder den Frauentitel und erhöhte seine Zahl an DGL-Erfolgen auf vier.

Berlin-Wannsee hatte während der Saison mehrere Stammkräfte ersetzen müssen. Das Trainerteam band deshalb jüngere Spielerinnen ein, ohne den erfahrenen Kern aufzulösen. Peltier spielte mit 15 Jahren im Finale, während Krause an ihrem 23. Geburtstag einen vollen Punkt gewann.

Stechen am frühen Sonntag

Das Halbfinale gegen Titelverteidiger St. Leon-Rot war am Samstag wegen des Wetters offen geblieben. Berlin-Wannsee glich das Duell nach dem Neustart aus und gewann danach das Stechen. Erst wenige Stunden später begann das Finale gegen Hamburg, das sein Halbfinale gegen Stuttgart ebenfalls am Morgen beendet hatte.

Der Hamburger Golf-Club Falkenstein erreichte nach dem Titel von 2024 erneut das Endspiel. Die Nordstaffel brachte damit beide Finalisten hervor. Hamburg hielt die Vierer ausgeglichen, geriet in den Einzeln jedoch früh in Rückstand und fand gegen vier Berliner Matchsiege keinen Weg zurück.

Im Spiel um Rang drei gewann St. Leon-Rot mit 7:2 gegen den Stuttgarter Golf-Club Solitude. Der Titelverteidiger holte alle drei Vierer und baute den Abstand in den Einzeln aus. Stuttgart beendete das Final Four damit auf Platz vier.

Der Riedhof gibt das Finale weiter

Der Golfclub München-Riedhof war zum dritten Mal nacheinander Gastgeber des Final Four. Nach dem Turnier endete diese Serie vorerst. 2027 zieht das Saisonfinale ins Rheinland, denn der Golfclub Schloss Myllendonk übernimmt erstmals die Rolle des Gastgebers.