
Amundi German Masters 2026: Esther Henseleit geht als Führende in das Wochenende. Auf dem Nord Course der Green Eagle Golf Courses liegt die Hamburgerin bei neun unter Par. Hinter ihr bleibt das Feld eng, denn mehrere deutsche Spielerinnen halten aussichtsreich Anschluss.
Henseleit trotzt dem Wind
Esther Henseleit spielte am zweiten Turniertag eine 71. Nach Runden von 66 und 71 Schlägen liegt die Olympia-Zweite von Paris 2024 bei neun unter Par. Damit führt sie das einzige deutsche Turnier der Ladies European Tour vor Sara Kouskova an.
Allerdings präsentierten sich die Bedingungen deutlich schwieriger als am Auftakttag. Bei Sonne, aber spürbar stärkerem Wind fielen die Scores am Freitag insgesamt höher aus. Vor allem auf den zweiten neun Löchern erschwerten Böen und Seitenwind die Kontrolle der Annäherungen.

Henseleit sprach anschließend von einem „Auf und Ab“. Dennoch zeigte sie sich mit ihrer Position zufrieden. „Aufgrund des Windes war es definitiv schwieriger als gestern, daher bin ich mit der Runde sehr zufrieden“, sagte sie.
Deutsches Quintett greift an
Hinter der Führenden bleibt das Tableau aus deutscher Sicht eng besetzt. Alexandra Försterling, Chiara Noja und Leonie Harm teilen sich bei sechs unter Par Rang drei mit der Norwegerin Dorthea Forbrigd. Helen Briem folgt bei fünf unter Par auf dem geteilten siebten Platz.
Auch Laura Fünfstück erreichte das Wochenende. Nach ihrer 74 am Freitag liegt sie bei vier unter Par auf Rang 13. Insgesamt schafften zehn der 15 gestarteten deutschen Spielerinnen den Cut.
Damit sorgt die Breite der deutschen Präsenz im oberen Leaderboard für zusätzliche Spannung. Beim Amundi German Masters liegen gleich mehrere Spielerinnen in Schlagdistanz.
Kouskova spielt beste Runde des Tages
Die stärkste Runde des Tages gelang Sara Kouskova. Die Tschechin spielte eine 66 und arbeitete sich auf acht unter Par vor. Präzise Schläge in die Grüns und einige gefallene Putts prägten ihre Runde.

Zugleich verwies Kouskova darauf, dass Wind früher nicht zu ihren Stärken gezählt habe. In der Saisonvorbereitung habe sie jedoch gezielt daran gearbeitet. Am Freitag zahlte sich diese Arbeit sichtbar aus.
Heimvorteil für Henseleit
Henseleit profitiert nicht nur sportlich von ihrer guten Ausgangslage. Auch die Atmosphäre auf dem Nord Course spielt eine Rolle. Viele Zuschauer begleiteten die deutschen Spielerinnen über den Platz.
„Den Heimvorteil merkt man auf jeden Fall“, sagte Henseleit. „Die Zuschauermenge ist größer als bei vielen anderen Turnieren und es macht einfach Spaß, hier vor heimischem Publikum zu spielen.“
Gerade am Wochenende dürfte diese Unterstützung noch wichtiger werden. Denn neben der Präzision ins Grün entscheidet vor allem die Kontrolle im Wind über die Chancen auf den Titel.
Verfolgerinnen bleiben dran
Alexandra Försterling, die das Turnier 2024 gewonnen hatte, blieb mit einer zweiten 70 im Rennen. Sie verwies auf ein stabiles langes Spiel. Chiara Noja bestätigte nach längerer Turnierpause ihre gute Form mit zwei 70er-Runden.
Leonie Harm musste nach ihrer 65 zum Auftakt zwar eine 75 notieren. Dank starkem Putting rettete sie jedoch eine weiterhin aussichtsreiche Position. Helen Briem sieht trotz einer 72 weiteres Potenzial, vor allem bei Eisen und Wedges.
Auch Fünfstück bleibt im erweiterten Kreis der Verfolgerinnen. Damit verspricht das Wochenende beim Amundi German Masters 2026 ein offenes Rennen mit starker deutscher Beteiligung.
Fazit: Alles bleibt offen
Henseleit startet aus der Pole-Position in die entscheidenden Runden. Der mögliche erste deutsche Heimsieg ihrer Karriere ist greifbar. Entschieden ist auf dem anspruchsvollen Nord Course jedoch noch wenig.
Dafür liegen zu viele Spielerinnen in Reichweite. Zudem stehen mehrere deutsche Namen in aussichtsreicher Position. Das Amundi German Masters 2026 geht damit mit viel Spannung und klarer deutscher Perspektive ins Wochenende.
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